Politik

Steinmeier gedenkt in Toskana-Gemeinde Fivizzano der Opfer von SS-Massaker 1944

  • AFP - 25. August 2019, 04:05 Uhr
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Steinmeier (l.) und Mattarella gedenken SS-Opfern
Bild: AFP

Bundespräsident Steinmeier gedenkt am Sonntag in der toskanischen Gemeinde Fivizzano der Opfer des Massakers einer SS-Division vor 75 Jahren. Gemeinsam mit Italiens Staatschef Mattarella legt er einen Kranz für die mehr als 320 Opfer nieder.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gedenkt heute in der toskanischen Gemeinde Fivizzano der Opfer des Massakers einer SS-Division vor 75 Jahren. Gemeinsam mit Italiens Staatschef Sergio Mattarella legt er an einer Gedenkstätte einen Kranz für die mehr als 320 Opfer der Bluttaten vom August 1944 nieder, außerdem halten beide Präsidenten eine Rede (gegen 13.00 Uhr). Geplant ist auch ein Treffen mit Überlebenden des Massakers. Nach einem Essen mit Mattarella reist Steinmeier zurück nach Berlin. 

Aus Rache für einen Partisanenangriff am 17. August 1944 hatten Mitglieder der SS-Panzer-Grenadier-Division "Reichsführer SS" über Tage hinweg in mehreren Ortsteilen von Fivizzano mehr als 320 Menschen - zumeist Frauen, Kinder und alte Menschen - ermordet. In Italien haben sich die grausamen SS-Verbrechen ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, in Deutschland sind sie hingegen kaum bekannt. Steinmeiers Reise findet vor dem Hintergrund der Regierungskrise in Italien statt, in der Mattarella nach einem Ausweg sucht. Im Falle einer vorgezogenen Parlamentswahl dürfte Umfragen zufolge ein antieuropäisches rechtes Bündnis an die Regierung kommen.

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