Wirtschaft

Altmaier bezeichnet Mittelstand als "Geheimwaffe Deutschlands"

  • dts - 21. August 2019, 08:43 Uhr
Bild vergrößern: Altmaier bezeichnet Mittelstand als Geheimwaffe Deutschlands
Peter Altmaier
dts

.

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat eine Strategie für den Mittelstand erarbeitet. "Der Mittelstand ist in den Augen des Auslands die Geheimwaffe Deutschlands und auch aktuell erweist sich der Mittelstand im Gegensatz zu den DAX-30-Unternehmen als ausgesprochen robust", schreibt Altmaier in dem 13 Punkte umfassenden Eckpunktepapier, über welches das "Handelsblatt" berichtet.

Der Mittelstand sei vielfältig aufgestellt von Handwerksbetrieben bis hin zu digitalaffinen Start-ups und heimlichen Weltmarktführern in Nischenmärkten. "Darunter sind viele Familienunternehmen mit bekannten Namen wie Hipp, Villeroy und Boch und Bitburger", heißt es. Konkret will Altmaier angesichts des internationalen Steuerwettbewerbs den Unternehmensstandort Deutschland stärken. Dazu gehört die steuerliche Forschungsförderung insbesondere für den Mittelstand, bessere Abschreibungsbedingungen für digitale Innovationsgüter.

Die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags gibt Altmaier nicht auf. Von seinem dreistufigen Konzept findet sich allerdings kein Wort mehr in dem Papier. Übrig geblieben ist der Satz in der Aufzählung der steuerlichen Vorschläge: "Solidaritätszuschlag vollständig abschaffen". Die Digitalisierung der Wirtschaft will Altmaier gezielt fördern, etwas durch den Netzausbau und digitale Bildung.

Deutschland und Europa sollen nach seinen Plänen zu einem führenden Standort bei der Entwicklung der künstlichen Intelligenz werden. Ein Vorhaben, welches Altmaier als KI-Airbus bezeichnet. Altmaier, der am 28. August zu einer dreitägigen Reise zu Mittelständlern aufbricht, korrigierte auch einen Fehler seiner umstrittenen Industriestrategie. Er betont ausdrücklich die Wichtigkeit des Mittelstands. "Die Stärke der deutschen Wirtschaft beruht auf dem Miteinander von erfolgreichen mittelständischen Unternehmen und Großunternehmen. Insofern ist darauf zu achten, dass die Industriestrategie 2030 dieses Miteinander unter Berücksichtigung der Interessen des Mittelstands stärkt", heißt es in dem Papier.

Weitere Meldungen

GfK: Konsumklima stagniert

Nürnberg - Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im Februar uneinheitlich und wenig verändert gezeigt. Das geht aus der GfK-Konsumklimastudie für den zweiten Monat des

Mehr
Erzeugerpreise im Januar gestiegen

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland sind im Januar 2020 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gegenüber dem Vormonat stiegen sie

Mehr
DGB und ZDH beklagen unfairen Wettbewerb durch Soloselbstständige

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) schlagen Alarm: Immer mehr Handwerker arbeiten nach ihren Angaben in Ein-Mann-

Mehr

Top Meldungen

Studie: Bürokratie kostet Gastgewerbe 2,5 Prozent des Jahresumsatzes

Berlin - Mittelständische Unternehmen in Deutschland müssen durchschnittlich 2,5 Prozent ihres Jahresumsatzes aufwenden, um die Vorgaben der staatlichen Bürokratie zu erfüllen.

Mehr
ADAC begrüßt ausgeweitete Kaufprämie für E-Autos

München - ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand hat die ausgeweitete Kaufprämie für Elektro-Autos begrüßt. "Aus Sicht des Verbrauchers ist es wichtig, dass die Förderung

Mehr
Real-Verkauf: Riexinger wirft Altmaier "Desinteresse" vor

Berlin - Nach dem Verkauf der Supermarktkette Real durch die Metro AG hat Linken-Chef Bernd Riexinger schwere Kritik an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geübt. "Das

Mehr