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Google startet Funktion zur Jobsuche nun auch in Deutschland

  • AFP - 22. Mai 2019, 16:55 Uhr
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Handynutzerin vor Google-Logo
Bild: AFP

Google will seinen Nutzern nun auch in Deutschland bei der Jobsuche unter die Arme greifen. Eine bereits 2017 in den USA gestartete Funktion zur Stellensuche stellte das Unternehmen nun in Berlin vor. Kritik daran kommt von Verlegerverbänden.

Der US-Internetkonzern Google will seinen Nutzern nun auch in Deutschland bei der Jobsuche unter die Arme greifen. Eine bereits 2017 in den USA gestartete Funktion zur Stellensuche stellte das Unternehmen am Mittwoch in Berlin vor. Mit der Erweiterung der Google-Suche sollen die Nutzer ab sofort Stellenausschreibungen direkt in den Suchergebnissen angezeigt bekommen, wenn sie etwa "Jobs in meiner Nähe", "Bäcker Stellenanzeige" oder ähnliche  Begriffe eintippen.

Damit die angezeigten Jobs möglichst relevant sind, sollen Nutzer mit Filtereinstellungen etwa zur gewünschten Arbeitszeit oder der bevorzugten Stadt die Ergebnisse verfeinern können. Eingeloggte Nutzer bekommen zudem durch die Verknüpfung mit Google Maps angezeigt, wie lange sie bis zu der angezeigten Arbeitsstelle von ihrer aktuellen Position oder einem ausgewählten Ort brauchen würden.

Vor zwei Jahren war die Stellensuche-Funktion bereits in den USA gestartet worden und ist nach Angaben von Google aktuell in 120 Ländern verfügbar. Die Jobsuche-Funktion sei ein "wichtiger Schritt zu unserem Ziel, Menschen auf der Suche nach ihrem Traumjob zu unterstützen", erklärte Google-Manager Nick Zakrasek. Zum Start in Deutschland kooperiert der US-Konzern mit einer Reihe von Partnern, darunter Verlagshäuser und Jobbörsen-Anbieter.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) warnten indes vor möglichen Risiken und einer "Verzerrung des vielfältigen und vitalen Markts der Jobsuche-Angebote in Deutschland". Google dürfe seine "Marktmacht nicht missbrauchen", mahnten die Verlegerverbände. Die Kartellbehörden sollten das neue Angebot deshalb genau beobachten.

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