Wirtschaft

Boeing räumt Fehler in Flugsimulationssoftware für 737 MAX ein

  • AFP - 19. Mai 2019, 01:55 Uhr
Bild vergrößern: Boeing räumt Fehler in Flugsimulationssoftware für 737 MAX ein
Boeing 737 MAX
Bild: AFP

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat Fehler bei der Flugsimulationssoftware für seine Maschinen vom Typ 737 MAX eingeräumt. Boeing habe mittlerweile Korrekturen an der Software vorgenommen und die Nutzer darüber informiert, teilte das Unternehmen mit.

Anzeige

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat Fehler bei der Flugsimulationssoftware für seine Maschinen vom Typ 737 MAX eingeräumt. Boeing habe mittlerweile Korrekturen an der Software vorgenommen und die Nutzer darüber informiert, teilte das Unternehmen am Samstag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP mit. Damit solle sichergestellt werden, dass die Flugsimulation "repräsentativ für verschiedene Flugbedingungen" sei.

Mit der Software werden Piloten für die neuen Boeing-Modelle ausgebildet, von denen in den vergangenen Monaten zwei Maschinen abgestürzt waren. Bei den Unglücken im Oktober in Indonesien und im März in Äthiopien kamen 346 Menschen ums Leben. In der Folge wurde ein weltweites Flugverbot für diese Flugzeuge verhängt.

Bei beiden Abstürzen steht das speziell für die Boeing 737 MAX entwickelte Stabilisierungssystem MCAS (Maneuvering Characteristics Augmentation System) im Verdacht, eine verheerende Rolle gespielt zu haben. Es drückt bei einem drohenden Strömungsabriss die Nase des Flugzeugs automatisch nach unten, auch wenn die Piloten gegensteuern.

Am Donnerstag hatte Boeing mitgeteilt, dass das Unternehmen ein Software-Update für Maschinen des Typs 737 MAX abgeschlossen habe. Insgesamt seien 207 Flüge mit einer Gesamtdauer von 360 Stunden mit dem aktualisierten Stabilisierungssystem MCAS geflogen worden. Bevor die 737 MAX den Flugbetrieb wieder aufnehmen kann, muss die US-Luftfahrtbehörde FAA einer Wiederzulassung zustimmen. 

Weitere Meldungen

Insolvenzen gehen trotz drohender Konjunkturflaute weiter zurück

Trotz abgeschwächten Wirtschaftswachstums ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland weiter gesunken. Wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Dienstag mitteilte, gab es im

Mehr
Konjunkturerwartungen von Finanzexperten stark gefallen

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland sind im Juni stark gesunken. Ein großer Teil der Experten geht davon aus, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung in

Mehr
BGH: Sparkasse darf Gebühren fürs Geldabheben am Schalter verlangen

Banken dürfen für das Geldabheben am Schalter eine Gebühr verlangen. Wie der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag entschied, muss die Bank auch keine bestimmte Anzahl von

Mehr

Top Meldungen

ZEW-Konjunkturerwartungen brechen im Juni ein

Mannheim - Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Juni deutlich verschlechtert: Der entsprechende Index brach

Mehr
Vereinbarung zur Zukunftssicherung für Opelwerk in Kaiserslautern getroffen

Opel-Geschäftsführung und Betriebsrat haben eine Zukunftsvereinbarung für das Werk in Kaiserslautern getroffen. Wie der Autobauer am Dienstag mitteilte, beschlossen die Parteien

Mehr
Ukraines Präsident warnt Merkel vor Nord Stream 2

Kiew - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Vorfeld seines heutigen Berlin-Besuchs vor den Auswirkungen der Ostsee-Gaspipeline

Mehr