Wirtschaft

Zahl neuer Nutzer von Disneys Streamingdienst wächst langsamer - Anleger enttäuscht

  • AFP - 14. Mai 2021, 09:47 Uhr
Bild vergrößern: Zahl neuer Nutzer von Disneys Streamingdienst wächst langsamer - Anleger enttäuscht
Disney+ war im November 2019 gestartet
Bild: AFP

Den Streamingdienst von Disney haben weltweit mittlerweile fast 104 Millionen Kundinnen und Kunden abonniert - doch die Zahl ist langsamer gewachsen als von Analysten erwartet.

Den Streamingdienst von Disney haben weltweit mittlerweile fast 104 Millionen Kundinnen und Kunden abonniert - doch die Zahl ist langsamer gewachsen als von Analysten erwartet. Sie hatten mit 109 Millionen Nutzerinnen und Nutzern gerechnet. Der Kurs der Aktie von Disney gab daher im elektronischen Handel nach Schließung der Wall Street am Donnerstag nach. Dazu kommt, dass die Corona-Einschränkungen dem US-Unterhaltungskonzern weiterhin schwer zu schaffen machen.

Disney teilte mit, dass der Umsatz im Quartal von Januar bis März um 13 Prozent im Vorjahresvergleich schrumpfte - auf 15,6 Milliarden Dollar (12,9 Milliarden Euro). Alle Geschäftsfelder lieferten dabei schlechtere Ergebnisse als im Vorjahreszeitraum - bis auf die Videoplattformen Disney+, ESPN+ für Sport und Hulu. Sie legten um 59 Prozent auf vier Milliarden Dollar Umsatz zu; gleichzeitig reduzierte die Sparte die Schulden von 805 auf 290 Millionen Dollar. 

In den anderen Geschäftsfeldern - Freizeitparks und Kreuzfahrten - sorgten die Corona-Einschränkungen für Verluste. Disney erklärte, die hier nötigen Hygienekonzepte würden im Jahr 2021 eine Milliarde Dollar kosten. Die Sparte machte im Quartal von Januar bis März 3,2 Milliarden Dollar Umsatz - 44 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Angesichts der Impffortschritte vor allem in den USA und der anstehenden Öffnungen zeigte sich Disney aber optimistisch. 

Die zwei Freizeitparks in Kalifornien etwa sind seit dem 30. April wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Disney-Chef Bob Chapek sagte in einer Telefonkonferenz am Donnerstag, dass Geimpfte in den USA keine Masken mehr tragen müssten, sei "eine tolle Neuigkeit" für den Konzern. 

Weitere Meldungen

Städte- und Gemeindebund für mehr verkaufsoffene Sonntage

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Corona-Krise für mehr verkaufsoffene Sonntage ausgesprochen. "Wir

Mehr
Corona-Pandemie belastet weiter Passagierzahlen der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn kämpft weiter mit niedrigen Passagierzahlen aufgrund der Corona-Pandemie. Im Fernverkehr habe das Unternehmen mit 15,6 Millionen Passagieren "per April" mehr als

Mehr
"Handelsblatt": Deutsche Bank erwägt Herabsetzen der Schwelle für Negativzinsen

Die Deutsche Bank erwägt, ihre Freigrenze für Einlagen ohne Minuszinsen unter die aktuelle Schwelle von 100.000 Euro senken. "Wir beobachten den Markt sorgfältig und werden

Mehr

Top Meldungen

Linksfraktionschefin: Konzerne müssen klimafreundlicher produzieren

Berlin - Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Amira Mohamed Ali, fordert eine klimafreundlichere Produktion. "Es ist notwendig, anders zu produzieren. Die Konzerne, die sehr hohe

Mehr
Kommunen fordern mehr verkaufsoffene Sonntage

Berlin - Angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Coronakrise fordert der Städte- und Gemeindebund, mehr verkaufsoffene Sonntage zu gestatten. "Wir müssen

Mehr
DIW fordert Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten

Berlin - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, fordert angesichts der schwierigen Lage vieler Einzelhandelsbetriebe eine

Mehr