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Mercedes-Benz Sprinter: Vom rollenden Ersatzteillager bis zum Reisemobil

  • 6. Februar 2018, 17:25 Uhr
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Mercedes-Benz Sprinter. Foto: Auto-Medienportal.Net/Daimler

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Robust und kostengünstig - zwei Eigenschaften, die Nutzfahrzeuge schon immer mitbringen mussten. Doch das Spektrum der Erwartungen wächst mit jedem neuen Modell. Heute müssen sie auch noch vielseitig, flexibel und vernetzt sein. Ein Bespiel für die Richtung, in die sich Nutzfahrzeuge entwickeln, liefert die neue Generation des Mercedes-Benz Sprinter. Mehr als 1700 Varianten lassen sich zusammenstellen und wiederum kombinieren mit Infotainment, Vernetzung und Software für effiziente Logistik und Flottenmanagement.


Kastenwagen, Tourer, Pritschenwagen, Fahrgestelle, Bus oder Triebkopf als Aufbauart, drei Antriebskonzepte - Heck-, Allrad- und erstmals auch Vorderradantrieb - Kabinengestaltung, Aufbaulängen, Tonnagen und Laderaumhöhen - diese Vielfalt definiert den Kern des Sprinter-Konzepts: Die Anpassung an möglichst viele Anforderungen. Dabei reicht die Bandbreite vom klassischen Kurierdienst auf der ,,letzten Meile", über den Transport von Waren auf längeren Strecken bis hin zu Servicetechnikern, die ihr Fahrzeug als rollendes Ersatzteillager mit Werkstatt nutzen. Darüber hinaus dient der Sprinter als Reisemobil oder Bus und wird im Rettungsdienst eingesetzt.

Ebenso vielfältig wie die Einsatzzwecke sind auch die Zielgruppen. Der Sprinter soll traditionsbewusste Eigentümer ebenso ansprechen wie kostenbewusste Fuhrparkmanager. Auch die Gruppe der Start-up-Geschäftsführer, die beispielsweise Lieferdienste im urbanen Umfeld betreiben und Quereinsteiger mit einer klaren Ausrichtung auf nachhaltige Mobilität sollen auf den Sprinter abfahren.

Mit der dritten Generation beginnt der Sprinter im Exterieur eine neue Ära, in der nicht nur seine Qualitäten bei der Lösung von Transportproblemen gefragt sind. Im modernen Fuhrpark übernimmt das Fahrzeug immer auch die Rolle des Unternehmens-Repräsentanten und ist speziell bei kleineren und mittelständischen Betrieben das Aushängeschild. Das in der Pkw-Sparte etablierte Mercedes-Benz-Design schafft dafür die Grundlage.

Die Zahl der Sitzplätze reicht von zwei, in der Kabine eines gewerblich genutzten Fahrzeugs, bis zu 20 Sitzplätzen für 19 Passagiere plus Fahrer. Mit Easy Mounting hat Mercedes-Benz Vans außerdem ein neues System entwickelt, mit dem auch Einzelpersonen Sitzreihen ohne fremde Hilfe aus dem Sprinter Tourer ein- und ausbauen können. In der Luxus-Variante verfügt der Sprinter in jeder Sitzreihe im Fond über USB-Ladebuchsen und Stauraum für Smartphones. Das maximale Ladevolumen liegt bei 17 Kubikmetern. die Tonnage reicht bis 5,5 Tonnen. LED-Leuchtleisten sorgen für optimale Sichtverhältnisse im Laderaum und die Hecktüren lassen sich noch einfacher bis zur Seitenwand öffnen.

Der Arbeitsplatz wurde optimiert. Dazu gehören ergonomisch geformte Sitze, Keyless-Start und eine verbesserte Klimaanlage. Ein variables Ablagenkonzept sorgt dafür, dass alles seinen Platz findet. Zu den Assistenz- und Regelsystemen im neuen Sprinter gehören beispielsweise eine Rückfahrkamera mit Bild im Innenspiegel, ein modernes Park-Paket mit 360-Grad-Rundumsicht und ein Regensensor mit integriertem Wet-Wiper-System. Das Wischwasser wird durch die Wischerarme geleitet, direkt vor die Wischblätter gespritzt und ohne Verzögerung weggewischt.

Völlig neue Möglichkeiten eröffnet der Sprinter für das Flotten- und Fahrzeugmanagement. Vernetzungslösungen sorgen für einen Effizienzsprung und für eine spürbare Erleichterung der administrativen Aufgaben rund um den Fuhrpark. Alle optionalen Vernetzungsangebote werden unter ,,Mercedes PRO connect" zusammengefasst. Der webbasierte Service für Fuhrparkkunden vom Kleinstgewerbe bis hin zu Großkunden verbindet den Fuhrparkmanager über das Fahrzeugmanagement-Tool mit allen Fahrzeugen und Fahrern in seiner Flotte. Damit können Aufträge online gesteuert werden.

Zum Marktstart von Mercedes Pro connect werden acht Pakete mit zentralen flotten-, fahrzeug-, fahrer- und standortbasierten Diensten eingeführt. Zur Fahrzeuglogistik gehört der Abruf der Fahrzeugstandorte nahezu in Echtzeit oder die Anzeige und Einrichtung von Geofences (Gebietsüberwachung). Der Versand von Nachrichten, Adressen oder Kontakten zwischen dem Fahrzeugmanagement-Tool und der Mercedes Pro connect-App verbessert die Flottenkommunikation, Informationen über anstehende Wartungen erleichtern das Wartungsmanagement. Eine dynamische Routenführung im Vorfeld einer Auslieferungsfahrt schafft außerdem Vorteile gegenüber der statischen Routenplanung. Die ersten Dienste werden in 19 europäischen Märkten ab Juni 2018 verfügbar sein.

Aber zu all der Software gehört auch Eisen, zum Beispiel zwei Neuerungen, die den Weg zu weiteren Innovationen im Bereich der Um- und Nachrüstungen ebnen: Das Antriebskonzept um Heck- und Allradantrieb wurde um einen Vorderradantrieb ergänzt. Bei dieser Version steigt die Nutzlast konstruktionsbedingt um 50 Kilogramm gegenüber dem Vorgängermodell und die 80 Millimeter niedrigere Ladekante macht das Be- und Entladen bei gewerblich genutzten Fahrzeugen oder das Ein- und Austeigen aus dem Wohn- und Schlafbereich von Reisemobilen deutlich komfortabler. Den wachsenden Markt der Reisebegleiter bedient auch der nur für Aufbauhersteller bestellbare Sprinter als Triebkopf-Variante. Diese bietet mit dem Vorderradantrieb ebenfalls große Gestaltungsfreiheit bei der Konzeption von Aufbauten.

Die frontgetriebenen Varianten mit zwei Radständen und drei Aufbauhöhen als Kastenwagen profitieren in besonderem Maße von dem umfangreichen Paket an Technologien zur Reduzierung von Geräuschen und Vibrationen. Zwei Dieselmotoren mit 105 kW / 143 PS oder 130 kW / 177 PS gewährleisten die für dieses Fahrzeugsegment wichtige Dynamik. Zu den weiteren Vorzügen der neuen Antriebsvariante gehören eine höhere Zuladung (plus 50 Kilogramm im Vergleich zum Vorgänger mit Heckantrieb) und eine um 80 Millimeter niedrigere Einstiegskante. Innenausbauten haben somit mehr Platz und das Ein- oder Aussteigen wird auch ohne zusätzliche Trittstufe im Heck deutlich erleichtert.

Für das stark wachsende Segment der teilintegrierten Wohnmobile bietet der erstmals lieferbare Triebkopf mit Frontantrieb neue Möglichkeiten der Fahrzeuggestaltung, die mit Heckantrieb bislang nicht umsetzbar waren. Ein Beispiel dafür: In Verbindung mit einem Beko-Chassis kann die Bodenhöhe des Wohnbereichs um bis zu 200 Millimeter gesenkt werden.

Kraft, Agilität und Komfort zeichnen den 130 kW-starken OM 651 Dieselmotor mit 400 Newtonmeter aus, der ausschließlich für Reisemobile angeboten wird. In Verbindung mit dem neuen Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder der erstmals lieferbaren Neun-Gang-Automatik sind hohe Reisegeschwindigkeiten bei maximalem Geräusch- und Antriebskomfort sowie optimiertem Kraftstoffverbrauch möglich. Die Luftfederung an der Hinterachse garantiert hohen Fahrkomfort und eine geringe Wankneigung. (ampnet/Sm)

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