Paris (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Gewalteskalation bei Protesten in Frankreich hat der französische Präsident Emmanuel Macron ein Rücktrittsgesuch seines Innenministers Laurent Nunez abgelehnt.
Der Innenminister habe dem Präsidenten am Sonntag seinen Rücktritt angeboten, teilte der Élysée-Palast am Montag mit. Angesichts der "Notwendigkeit, die Führung der Sicherheitskräfte in dieser Zeit aufrechtzuerhalten", habe der Präsident den Rücktritt aber abgelehnt. Nunez müsse stattdessen alle notwendigen Schritte unternehmen, um "Transparenz" mit Blick auf Versäumnisse bei der Planung und der Informationsbeschaffung herzustellen, die zu den Gewalttaten geführt hatten. Zudem seien "neue Einsatzmethoden" für die Sicherheitskräfte notwendig, um die Krise zu bewältigen.
Nunez hatte zuvor die Verantwortung für die Eskalation übernommen und einen "Kontrollverlust" der Sicherheitsbehörden eingeräumt. Bei den Ausschreitungen am Wochenende in mehreren Städten waren Autos in Brand gesetzt und Schaufenster zerstört worden, in Limoges brannte das historische Rathaus nieder. Mindestens 2.400 Menschen wurden nach den Unruhen festgenommen.
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Macron lehnt Rücktritt von Innenminister ab
- dts - 19. Oktober 2026, 08:19 Uhr
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