Ein Zusammenschluss aus Markenherstellern, Handel und Verbraucherschützern fordert schärfere EU-Regeln für Produkte von außerhalb der Europäischen Union. "Wer Produkte in Europa verkauft, muss auch in Europa rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können", erklärten Markenverband, Handelsverband Deutschland (HDE) und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag. Sie forderten die Bundesregierung dazu auf, sich dafür beim geplanten Gesetzespaket European Product Act der EU einzusetzen.
"Allein 2025 gelangten schätzungsweise 5,9 Milliarden E-Commerce-Sendungen mit geringem Warenwert in die EU", erklären die Verbände. Bei Kontrollen dieser Sendungen würden immer wieder Verstöße festgestellt - etwa Fälschungen oder Produkte, die gesundheitsgefährdend seien. Säße der Anbieter nicht innerhalb der EU, "fehlt aber häufig ein rechtlich greifbarer Verantwortlicher", erklärten Verbraucherschützer, Hersteller und Handel weiter.
"Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass Produkte sicher sind", erklärte vzbv-Vorständin Ramona Pop. "Die Realität sieht häufig anders aus. Wir brauchen mehr Prüfpflichten für Plattformen und einen verantwortlichen Akteur in Europa, der im Schadensfall haftet."
Die Verbände fordern daher, dass Händler und Hersteller ohne Sitz in der EU "einen registrierten Bevollmächtigten in Europa benennen müssen, der für die Rechtskonformität ihrer Produkte einsteht". Vor der Freischaltung eines Angebots sollen Online-Plattformen, auf denen die Produkte angeboten werden, den Verbänden zufolge überprüfen, ob ein solcher Verantwortlicher auch wirklich registriert ist.
Wenn die Plattform ihre Prüfpflicht verletzt habe und ein solcher Verantwortlicher fehle, solle sie selbst verantwortlich gemacht werden können. "Wer sich nicht an die Regeln hält, muss harte Konsequenzen zu spüren bekommen, die auch in der Praxis durchsetzbar sind", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Wirtschaft
Verbände fordern schärfere EU-Regeln für Produkte aus Drittstaaten
- AFP - 8. Oktober 2026, 08:52 Uhr
Ein Zusammenschluss aus Markenherstellern, Handel und Verbraucherschützern fordert schärfere EU-Regeln für Produkte von außerhalb der Europäischen Union.
Weitere Meldungen
Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben in den ersten acht Monaten des Jahres so viele Übernachtungen von Gästen verbucht wie nie. In Summe waren es von Januar bis August
MehrDer Bundestag hat grünes Licht für den Neu- und Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover gegeben. Der Bundestag stimmte am Mittwochabend für eine entsprechende
MehrUS-Präsident Donald Trump und seine Familie haben massiv in die Technologiekonzerne Meta und SpaceX investiert. Der Treuhandfonds, der Trumps Vermögenswerte verwaltet, habe im
MehrTop Meldungen
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind im August 2026 gegenüber August 2025 um 5,5 Prozent
MehrWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im Juli 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 2.373 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
MehrWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im August 2026 haben die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 58,7 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste verbucht. Das waren
Mehr














