Brennpunkte

Iranischer Präsident nennt Verhandlungen mit den USA "sinnlos"

  • AFP - 5. Oktober 2026, 22:37 Uhr
Bild vergrößern: Iranischer Präsident nennt Verhandlungen mit den USA sinnlos
Massud Peseschkian
Bild: AFP

Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington über ein Ende des Iran-Krieges sind nach iranischen Angaben 'sinnlos'. 'Bislang haben sie uns nach Gesprächen dreimal angegriffen', erklärte der iranische Präsident Massud Peseschkian zur Begründung.

Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington über ein Ende des Iran-Krieges sind nach iranischen Angaben "sinnlos". "Bislang haben sie uns nach Gesprächen dreimal angegriffen. Das zeigt, dass sie keinen Dialog anstreben, sondern die Islamische Republik zerstören wollen", erklärte der iranische Präsident Massud Peseschkian nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna vom Montag.

"Mit einem Feind, der täglich zu Attentaten, Sanktionen, Druck und Drohungen greift und seine Zusagen bricht, sind Verhandlungen sinnlos", fügte Peseschkian laut Irna hinzu. 

Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen - schon damals hatten die USA und der Iran Verhandlungen über Teherans Atomprogramm geführt. Nach einer zwischenzeitlichen Waffenruhe wurden die Kämpfe Anfang Juli wieder aufgenommen. Anschließend gab es Verhandlungen unter pakistanischer Vermittlung über eine dauerhafte Friedenslösung. 

Doch diese Gespräche stecken seit Monaten in einer Sackgasse. Auch die jüngsten Gespräche am Rande der UN-Generalversammlung brachten keinen Durchbruch. Zuletzt hatte Washington die Angriffe auf den Iran zurückgefahren und setzt jetzt mehr auf wirtschaftlichen Druck. 

Am Sonntag hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt, dass nur "Verhandlungen, die auf Fairness und Gerechtigkeit beruhen", den Konflikt beenden könnten. Eine militärische Lösung gebe es nicht. 

Weitere Meldungen

Trump: Haben Bomber nach "Drohungen" von britischem Militärstützpunkt abgezogen

Der Abzug von B-1-Bombern der US-Armee vom britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wegen "Drohungen" erfolgt. "Es gab Drohungen,

Mehr
MAD prüft Bundeswehr-Bewerber mit KI auf Rechtsextremismus

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Militärgeheimdienst MAD setzt erstmals ein speziell entwickeltes KI-System ein, um Rechtsextremisten unter den Bewerbern für die Bundeswehr

Mehr
Wadephul sieht "weitergehende Pläne" Moskaus über die Ukraine hinaus

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sieht "weitergehende Pläne" des Kremls über den Krieg gegen die Ukraine hinaus. Die Bundesregierung müsse davon ausgehen, dass zu

Mehr

Top Meldungen

Plastiksteuer soll Bund jährlich 1,4 Milliarden Euro bringen

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) rechnet durch die geplante Plastiksteuer mit Einnahmen von 805 Millionen Euro für den Bund. Ab

Mehr
Tabaksteuererhöhung soll Zigarettenkonsum um 25 Prozent senken

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die geplante Erhöhung der Tabaksteuer soll die verkaufte Menge von Zigaretten in Deutschland um etwa 25 Prozent reduzieren. Das berichtet der

Mehr
Plastiksteuer soll zum 1. Juli 2027 kommen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung will zum 1. Juli 2027 eine neue Steuer auf Plastikverpackungen einführen. Das geht aus dem Entwurf eines

Mehr