Brennpunkte

Schwerer Herbststurm wütet über Nordosten der USA - mindestens ein Todesopfer

  • AFP - 27. September 2026, 06:00 Uhr
Bild vergrößern: Schwerer Herbststurm wütet über Nordosten der USA - mindestens ein Todesopfer
Wellen an der Küste von Massachusetts
Bild: AFP

Ein schwerer Herbststurm wütet über dem Nordosten der USA und hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Zehntausende Menschen waren ohne Strom, Hunderte Flüge fielen aus. Für Sonntag wurden schwere Überschwemmungen an der Atlantikküste erwartet.

Ein schwerer Herbststurm wütet über dem Nordosten der USA und hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Wie US-Medien berichteten, wurde im New Yorker Stadtteil Brooklyn ein 56-jähriger Mann von einem umstürzenden Baum getroffen und getötet. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Die Behörden warnten vor starkem Wind, Überschwemmungen und Straßensperrungen durch heftige Regenfälle.

Der sogenannte Nor'easter sollte sich nach Angaben des US-Wetterdienstes NWS in der Nacht zum Sonntag in Richtung New Jersey und Long Island bewegen und die Region am Sonntagmorgen (Ortszeit) mit "voller Wucht" treffen. Entlang der mittleren Atlantikküste wurden schwere Überflutungen erwartet.

Die Gouverneurin des Bundesstaats New York, Kathy Hochul, warnte vor "extrem gefährlichen" Bedingungen. Auf Long Island könnten in den kommenden Tagen bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, an einigen Küstenabschnitten seien bis zu sechs Meter hohe Wellen möglich. "Wer an diesem Wochenende ins Meer geht oder sich ihm auch nur nähert, spielt wortwörtlich mit seinem Leben", sagte Hochul.

Am Samstagnachmittag waren mehr als 95.000 Haushalte in sechs Bundesstaaten im Nordosten ohne Strom, allein 35.000 davon im Bundesstaat New York. Am Abend verzeichnete das Portal poweroutage.com noch mehr als 60.000 betroffene Stromkunden in New York, New Jersey, Connecticut, Massachusetts, Rhode Island und Pennsylvania.

Der Sturm führte zugleich zu massiven Behinderungen im Flugverkehr. Allein am Flughafen Logan in Boston wurden nach Angaben des Portals Flight Aware 253 Flüge gestrichen. Mehrere große Fluggesellschaften ermöglichten Passagieren wegen des Unwetters gebührenfreie Umbuchungen.

Auch zahlreiche Veranstaltungen fielen dem Sturm zum Opfer. Die Musikfestivals Global Citizen und All Things Go in New York sowie Oceans Calling im Bundesstaat Maryland wurden abgesagt. Auch für das Wochenende geplante Konzerte des britischen Popstars Ed Sheeran nahe Boston fanden nicht statt. Die Organisatoren des Global-Citizen-Festivals im Central Park erklärten, erstmals seit 14 Jahren habe die Veranstaltung abgesagt werden müssen.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warnte vor heftigen Windböen und möglicherweise herabgerissenen Stromleitungen. "Reisen Sie nicht, wenn Sie nicht müssen", sagte er in einem Aufruf an die Bewohner der Stadt.

Am Sitz der Vereinten Nationen in New York, wo derzeit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zur UN-Generaldebatte versammelt sind, wurden Fernseh- und Radiosender wegen des starken Windes aufgefordert, ihre technische Ausrüstung im Freien in Sicherheit zu bringen.

Sogenannte Nor'easter treten vor allem zwischen Herbst und Frühlingsbeginn auf. Sie sind nach den für sie typischen nordöstlichen (auf Englisch North-Eastern) Winden benannt und gehen fast immer mit starkem Regen oder Schnee sowie heftigen Windböen einher.

Weitere Meldungen

Angler findet Weltkriegsbombe in Rhein: Blindgänger bei Bonn kontrolliert gesprengt

In Bornheim bei Bonn ist eine von einem Angler im Rhein gefundene Weltkriegsbombe gesprengt worden.  500 Menschen mussten dafür am Samstag im Ortsteil Hersel ihre Häuser und

Mehr
Zwei Tote bei schwerem Unfall auf der A96

Buchloe (dts Nachrichtenagentur) - Bei einem schweren Busunglück auf der Autobahn 96 bei Buchloe in Oberbayern sind am Sonntag zwei Menschen ums Leben gekommen. Laut

Mehr
Papst Leo XIV. besucht Pilgerort Lourdes - Treffen mit Missbrauchsopfern

Am dritten Tag seiner Frankreich-Reise besucht Papst Leo XIV. am Sonntag den Pilgerort Lourdes. Dort wird er auch mit sieben Menschen zusammentreffen, die in ihrer Kindheit Opfer

Mehr

Top Meldungen

Rhein will sich nicht auf Steinmeier-Nachfolge bewerben

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) will sich nicht um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bewerben. "Die

Mehr
Karliczek erwartet Olympia-Effekt für Tourismus insgesamt

München (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Entscheidung für München als deutsche Bewerberstadt könnte ein Zuschlag für die Olympischen Spiele nach Ansicht der Vorsitzenden

Mehr
Zehntausende demonstrieren bei DGB-Aktionstag gegen Sozialkürzungen

Zehntausende Menschen haben am Samstag in 15 deutschen Großstädten gegen die Kürzung von Sozialleistungen protestiert. Zu dem bundesweiten Aktionstag hatten der Deutsche

Mehr