Brennpunkte

Nepal schätzt Kosten für Wiederaufbau nach Himalaya-Sturzflut auf gut vier Milliarden Euro

  • AFP - 11. September 2026, 13:14 Uhr
Bild vergrößern: Nepal schätzt Kosten für Wiederaufbau nach Himalaya-Sturzflut auf gut vier Milliarden Euro
Zerstörungen im nepalesischen Bezirk Nuwakot
Bild: AFP

Die nepalesische Regierung schätzt die Kosten für den Wiederaufbau nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya auf umgerechnet 4,12 Milliarden Euro. Davon werden etwa knapp 50 Millionen Euro für den kurzfristigen Wiederaufbau in den kommenden sechs Monaten benötigt.

Die nepalesische Regierung schätzt die Kosten für den Wiederaufbau nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya auf umgerechnet 4,12 Milliarden Euro. Davon würden etwa umgerechnet knapp 50 Millionen Euro für den kurzfristigen Wiederaufbau in den kommenden sechs Monaten und mehr als vier Milliarden Euro für den längerfristigen Wiederaufbau benötigt, sagte ein nepalesischer Außenamtssprecher am Freitag. 

Die nepalesische Regierung betont, dass der Himalaya-Staat langfristige internationale Unterstützung benötige, um sich an eine schnell verändernde Berglandschaft anzupassen. Regierungschef Balendra Shah hatte kürzlich erklärt, sein Land müsse die internationale Gemeinschaft deutlich darauf hinweisen, welche Katastrophen es als Folge des menschengemachten Klimawandels erleide. 

Voraussichtlich wird Schahs erste Auslandsreise ihn diesen Monat zur UN-Generaldebatte in New York führen. Zu der folgenschweren Erderwärmung hat das ländlich geprägte Entwicklungsland mit seinen 30 Millionen Einwohnern nur in einem sehr geringen Maß beigetragen.

Ein Gletscherabbruch am mehr als 7000 Meter hohen Berg Langtang Lirung in Nepal hatte nach Einschätzung von Fachleuten am 26. August die verheerende Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China ausgelöst. Die riesige Flutwelle aus Wasser, Schlamm und Geröll schoss durch enge Flusstäler und riss auf beiden Seiten der Grenze Häuser, Straßen, Wasserkraftwerke und Menschen mit.

Die Gesamtzahl der Todesopfer im Grenzgebiet zwischen Nepal und China liegt mittlerweile bei mehr als 1400. Rund 5600 Menschen wurden noch vermisst.

Weitere Meldungen

Nach Festnahme an Schweizer Grenze prüft Polizei politischen Hintergrund

Nach der Festnahme eines 59 Jahre alten Deutschen an der Schweizer Grenze prüft die Polizei einen politischen Hintergrund bei dem Tatverdächtigen. Ob ein solcher Hintergrund

Mehr
Axios: USA lehnen Bitte Saudi-Arabiens um Angriffe gegen Huthis im Jemen ab

Die USA haben einem Medienbericht zufolge eine Bitte Saudi-Arabiens um militärische Unterstützung im Kampf gegen die Huthi-Miliz im Jemen abgelehnt. Wie das Nachrichtenportal

Mehr
Generalbundesanwalt klagt mutmaßliche Hamas-Zelle in Berlin an

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Generalbundesanwalt hat offenbar vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin Anklage gegen sieben Männer erhoben, die in den

Mehr

Top Meldungen

Bauernpräsident Rukwied fordert nach AfD-Sieg mehr "Mut"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts des AfD-Sieges bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ruft Bauernpräsident Joachim Rukwied die Bundesregierung zu mehr Mut auf. "Wir

Mehr
Reiches Förderstopp treibt Nachfrage nach Solaranlagen an

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Eigenheimbesitzer setzen zuletzt wieder verstärkt auf Solaranlagen. Im zweiten Quartal lag der Zubau von Photovoltaikanlagen (PV) im Heimsegment

Mehr
Ölpreis treibt Spritpreise - Diesel in USA erstmals über sechs Dollar pro Gallone

Der Ölpreis ist infolge der Eskalation im Iran-Krieg weiter stark gestiegen und sorgt weltweit für hohe Preise an den Tankstellen. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte

Mehr