Eine Reihe von Großaufträgen im Schiff-, Schienenfahrzeug- und Flugzeugbau hat im Juli für einen deutlichen Anstieg des Ordervolumens in der Industrie gesorgt. Gegenüber Juni legte der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe um 2,5 Prozent zu, im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 13,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Ohne Großaufträge sank er im Monatsvergleich allerdings um 1,4 Prozent, vor allem wegen fehlender Aufträge in der Autoindustrie.
Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich zeigt sich ein ähnliches Bild: Von Mai bis Juli lag der Auftragseingang 2,9 Prozent über den drei vorherigen Monaten, ohne Großaufträge sank er um 2,2 Prozent.
Das Statistikamt verweist auf ein "außergewöhnlich hohes Volumen" an Großaufträgen vor allem im Schiff-, Schienenfahrzeug- und Flugzeugbau. Im Bereich sonstiger Fahrzeugbau habe sich der Auftragseingang deshalb mehr als verdoppelt (plus 126,4 Prozent). "Andere gewichtige Branchen registrierten ebenfalls eine gesteigerte Nachfrage, wie die Metallerzeugung (plus 9,2 Prozent), die elektrischen Ausrüstungen (plus 5,1 Prozent) und die pharmazeutischen Erzeugnisse (plus 1,5 Prozent)", ergänzte das Bundeswirtschaftsministerium.
Deutlich negativ war die Entwicklung demnach bei Textilgütern (minus 42,1 Prozent), was laut Ministerium jedoch eine Normalisierung nach einem Großauftrag darstellt. Im Automobilbereich gab es hingegen einen Rückgang um 12,5 Prozent, bei Geräten zur Datenverarbeitung sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen um 11,3 Prozent und im Maschinenbau um 8,4 Prozent.
Das Wirtschaftsministerium sieht eine "leichte konjunkturelle Erholung". Zudem stehe die Entwicklung "vermutlich insbesondere in Verbindung mit öffentlichen Beschaffungen im Rahmen der Modernisierung der Bundeswehr sowie mit Aufträgen im Kontext des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität". Die Auslandsnachfrage bleibe dagegen vergleichsweise schwach.
Wirtschaft
Großaufträge sorgen für deutliches Auftragsplus für die Industrie im Juli
- AFP - 4. September 2026, 08:50 Uhr
Eine Reihe von Großaufträgen im Schiff-, Schienenfahrzeug- und Flugzeugbau hat im Juli für einen deutlichen Anstieg des Ordervolumens in der Industrie gesorgt.
Weitere Meldungen
Im vergangenen Jahr ist eine Rekordzahl großer Unternehmen in Deutschland pleite gegangen - und der Trend hält an. Im ersten Halbjahr meldeten 33 Unternehmen mit mehr als 50
MehrEin Taxi ohne Lenkrad und Pedale: Der Elektroautohersteller Tesla hat am Donnerstag in Austin im Bundesstaat Texas ein selbstfahrendes "Cybercab" vorgestellt. Mit dem Robotaxi
MehrBundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) unternimmt am Freitag (8.45 Uhr) gemeinsam mit dem Berliner Finanzsenator Stefan Evers (CDU) einen Eröffnungsrundgang auf der
MehrTop Meldungen
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli
MehrWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Auch wenn die Pegel von Rhein oder Elbe allmählich wieder steigen: Finanziell herrscht beim System der deutschen Wasserstraßen weiterhin
MehrEssen (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorstandschef des Essener Energiekonzerns Eon, Leonhard Birnbaum, befürchtet einen weiteren Anstieg der Erdgaspreise infolge des Irankriegs.
Mehr














