Berlin (dts Nachrichtenagentur) - FDP-Chef Wolfgang Kubicki fordert nach dem mutmaßlich von Russland gesteuerten Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen eine klare diplomatische Reaktion.
"Ein vernünftiger Mensch würde jetzt den russischen Botschafter einbestellen, ihm mitteilen: Bisher haben wir Taurus nicht geliefert, aber sollte das fortfahren mit der hybriden Bedrohung von Deutschland, dann werden wir alles dafür tun, dass die Ukraine die Waffen bekommt, die sie brauchen, um sich gegen Russland massiv zu wehren", sagte Kubicki am Montag im Sender ntv.
Kubicki kritisierte zugleich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für dessen Reaktion auf den Vorfall. Merz hatte mit Blick auf die mutmaßlichen Urheber gesagt, sie "werden dafür bezahlen". Wenn Russland hinter den Drohnenangriffen stecke, "muss es eine harte diplomatische Antwort geben", sagte Kubicki. Das Problem sei jedoch, "dass wir einen Kanzler haben, der auf dem diplomatischen Parkett genauso erratisch und unbeholfen reagiert wie in der Innenpolitik". Man wisse bei ihm nie, wie es ausgehe: "Zwischen Verharmlosung und Überreaktion ist alles denkbar."
Bei allen vergleichbaren Zwischenfällen der Geschichte sei "ein ausgewogenes und rationales Handeln notwendig" gewesen. Dazu sei Merz nicht in der Lage, sagte Kubicki. Er warnte: "Wer die Eskalationsleiter raufsteigt, muss auch wissen, wie er wieder runterkommt. Ich sehe nicht, dass Friedrich Merz das weiß."
Brennpunkte
Kubicki fordert Taurus-Drohung gegen Russland
- dts - 31. August 2026, 18:16 Uhr
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