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Thailand droht "problematischen Touristen" mit Abschiebungen

  • AFP - 28. August 2026, 15:46 Uhr
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Touristen in Pattaya
Bild: AFP

Thailand hat ein härteres Vorgehen gegen 'problematische Ausländer' angekündigt. 'Ausländische Touristen oder Arbeitskräfte, die gegen das Gesetz verstoßen, müssen das Land verlassen', erklärte Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul.

Thailand hat ein härteres Vorgehen gegen "problematische Ausländer" angekündigt. "Ausländische Touristen oder Arbeitskräfte, die gegen das Gesetz verstoßen, müssen das Land verlassen", erklärte Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul in Onlinediensten zu neuen, am Freitag in Kraft getretenen verschärften Regeln im Umgang mit Ausländern. Mit ihnen wolle die Regierung gegen Ausländer vorgehen, welche die öffentliche Ordnung störten, führte Surasak weiter aus.

Die neuen Regelungen sollen "Thailands kulturelle Werte" schützen. Demnach sollen die Behörden des südostasiatischen Landes künftig alle Ausländer abschieben, die etwa ihre Aufenthaltsdauer überziehen, illegal arbeiten, ein Unternehmen ohne offizielle Erlaubnis führen, Dokumente fälschen oder andere Straftaten verüben, auf die eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren steht. Bislang werden Abschiebungen individuell geprüft.

Im Mai hatten die thailändischen Behörden bereits die visumsfreie Aufenthaltsdauer für Touristen aus den meisten Ländern von 60 auf 30 Tage halbiert und das mit dem Kampf gegen Kriminalität begründet. Die Neuregelung betrifft auch Reisende aus der EU. 

Die Gesetzesverschärfungen folgten auf eine Reihe aufsehenerregender Festnahmen von Ausländern wegen Drogendelikten, Menschenhandels oder des Führens von Unternehmen ohne Erlaubnis. Im Mai hatten die thailändischen Behörden einen Spanier und eine Peruanerin ausgewiesen, die in aller Öffentlichkeit Sex hatten. 

Thailand erwartet im laufenden Jahr mehr als 30 Millionen Touristen. Die Reisebranche macht 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus.

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