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Algenpest wegen Schweinegülle: Bretagne verschärft Maßnahmen

  • AFP - 28. August 2026, 14:49 Uhr
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Grünalgen in der Bretagne
Bild: AFP

Die Behörden in der französischen Region Bretagne wollen gezielter als bisher gegen die durch Massentierhaltung und Klimawandel beförderte Algenpest vorgehen.

Die Behörden in der französischen Region Bretagne wollen gezielter als bisher gegen die durch Massentierhaltung und Klimawandel beförderte Algenpest vorgehen. Landwirtschaftliche Betriebe, durch die besonders viel Stickstoff in die Gewässer gelangt, sollen besser erfasst werden, wie die Präfektur am Freitag in Rennes erklärte. Auf 20 Prozent der Flächen sollen die Vorschriften zur Vermeidung von Stickstoff im Boden weiter verschärft werden. 

Das Verwaltungsgericht in Rennes hatte die Behörden bereits 2025 dazu verpflichtet, stärker gegen das Düngen mit Schweinegülle vorzugehen. Diese enthält Nitrate, die das Wachstum von Algen befördern. Frankreich hatte in den vergangenen Jahren bereits sieben regionale Aktionspläne verabschiedet und Millionen Euro investiert, ohne das Problem dauerhaft zu beheben. 

Seit den 70er Jahren werden jedes Jahr tonnenweise Grünalgen an die Strände der Bretagne gespült. Das Phänomen wird durch den Klimawandel weiter verstärkt, da die Algen bei Sonne und Wärme besonders gut wachsen.

Die Algen sind im Prinzip harmlos und sogar essbar. Wenn sie jedoch in großen Mengen an den Stränden angeschwemmt werden, verrotten sie dort. Dabei entstehen giftige Gase, die für Tiere und Menschen tödlich sein können. Im Juni 2025 hatte die französische Justiz einen Zusammenhang zwischen Grünalgen und dem Tod eines Joggers in der Bretagne anerkannt. 

Laut einem Bericht des Rechnungshofs von 2021 gehen mehr als 90 Prozent der Grünalgen an den Küsten auf die Landwirtschaft zurück. Die Bretagne ist das Zentrum der Schweinezucht in Frankreich, größere Betriebe halten jeweils tausende Schweine. 

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