Wegen einer umstrittenen Tätowierung am Oberarm durfte laut einer Gerichtsentscheidung in Nordrhein-Westfalen einem Bewerber die Einstellung in den Polizeivollzugsdienst verweigert werden. Das entschied das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster laut Mitteilung vom Freitag im Eilverfahren. Der Mann hatte demnach auf der Innenseite seines Oberarms zwei Patronen mit den Worten "trust" und "no one" tätowiert - zusammen also "Vertraue niemandem".Â
Aus der inzwischen entfernten Tätowierung ergeben sich Zweifel an der "charakterlichen Eignung" des Bewerbers, wie es in der Begründung hieß. Die Tätowierung deute auf eine mangelnde Bereitschaft zu gewaltfreier Konfliktbewältigung und einem vertrauensvollen zwischenmenschlichen Umgang hin.
Zudem sei bei der Polizei Teamarbeit und gegenseitiges Vertrauen erforderlich und könne sogar überlebenswichtig sein. Daher rechtfertige das mit dem Tattoo ausgedrückte grundsätzliche Misstrauen gegenüber allen anderen Menschen die charakterlichen Eignungszweifel.
Daran ändere auch nichts, dass das Tattoo inzwischen überdeckt worden sei. Das Land durfte nach Ansicht des Gerichts stärker gewichten, dass der Bewerber sich überhaupt für ein Tattoo mit einer "derart problematischen Symbolik und eindeutigen textlichen Botschaft" entschieden hatte.
Der Mann hatte sich zum 1. September für den Polizeivollzugsdienst in Nordrhein-Westfalen beworben. Nach seiner Ablehnung klagte der Bewerber erfolglos vor dem Verwaltungsgericht Köln. Daraufhin legte er Beschwerde ein, weshalb sich das OVG mit dem Fall befasste.
Brennpunkte
Umstrittene Tätowierung an Oberarm: Polizei durfte Bewerber ablehnen
- AFP - 28. August 2026, 11:30 Uhr
Wegen einer umstrittenen Tätowierung durfte laut einer Gerichtsentscheidung in Nordrhein-Westfalen einem Bewerber die Einstellung in den Polizeivollzugsdienst verweigert werden. Das entschied das Oberverwaltungsgericht in Münster laut Mitteilung.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In der polnischen Ostsee sind die Wracks der deutschen U-Boote U-583 und U-649 aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Beide Fundstellen
MehrUnter den mehr als 1400 Vermissten nach der verheerenden Sturzflut in Nepal und Tibet ist nach Angaben des Bundesaußenministeriums "eine niedrige zweistellige Zahl" deutscher
MehrBonn (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat 1961 mit dem Segen des Kanzleramts offenbar einen Agenten in den Eichmann-Prozess eingeschleust, um die
MehrTop Meldungen
Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) droht Gegenwind bei der Forderung nach einem EU-Rahmen für eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne. Das
MehrNürnberg (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August 2026 um 36.000 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legte
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Ökonomin Monika Schnitzer fordert die Bundesregierung auf, an der Abschaffung der "Rente mit 63" auch gegen Widerstände festzuhalten. Die
Mehr














