Brennpunkte

Nach Vorwürfen des Drogenhandels: Mexikanischer Gouverneur lässt Amt erneut ruhen

  • AFP - 23. August 2026, 11:19 Uhr
Bild vergrößern: Nach Vorwürfen des Drogenhandels: Mexikanischer Gouverneur lässt Amt erneut ruhen
Rubén Rocha Moya
Bild: AFP

Der von den USA des Drogenhandels bezichtigte Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Sinaloa, Rocha Moya, lässt sein Amt weiter ruhen. Nur einen Tag nach seiner Rückkehr ließ er sich wieder beurlauben.

Der von den USA des Drogenhandels bezichtigte Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Sinaloa, Rubén Rocha Moya, lässt sein Amt weiter ruhen. Er habe das Parlament des Bundesstaates gebeten, ihn erneut vorübergehend zu beurlauben, erklärte Rocha Moya am Samstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Rocha Moya ist seit 2021 Gouverneur des westlichen Bundesstaates Sinaloa. Er hatte sein Amt bereits im Mai ruhen lassen, nachdem ihn die US-Justiz wegen Drogenhandels angeklagt hatte.

Konkret warfen ihm die US-Behörden vor, mit dem berüchtigten Sinaloa-Kartell zusammengearbeitet zu haben, um "gewaltige Mengen" Rauschgift in die USA zu bringen. Neben Rocha Moya wurden damals noch neun weitere Politiker angeklagt. Die US-Regierung beantragte auch ihre Auslieferung.

Rocha Moya hatte seinerzeit angegeben, sein Amt ruhen zu lassen, um der mexikanischen Staatsanwaltschaft die Gelegenheit zu geben, die US-Vorwürfe zu untersuchen. Am Freitag hatte er dann bei X mitgeteilt, er kehre "mit reinem Gewissen und erhobenem Haupt" in sein Amt zurück. Er habe "kein Verbrechen begangen". Nur einen Tag später ließ er sich nun wieder beurlauben.

Mexikos Staatschefin Claudia Sheinbaum, die wie Rocha Moya der linksgerichteten Morena-Partei angehört, kritisierte dessen Verhalten am Samstag. "Kein persönliches Interesse" dürfe "über den Interessen des Volkes stehen", erklärte sie bei X, ohne Rocha Moya beim Namen zu nennen. 

Das Sinaloa-Kartell ist eine von sechs mexikanischen Drogenbanden, die die Regierung von US-Präsident Donald Trump als ausländische terroristische Vereinigungen einstuft. Die Trump-Regierung setzt Sheinbaum unter Druck, im Kampf gegen die Kartelle ein Einschreiten der USA etwa in Form von Drohnen- oder Militäreinsätzen zuzulassen, was diese vehement ablehnt.

Weitere Meldungen

Selenskyj warnt vor Budgetdefizit

Kiew (dts Nachrichtenagentur) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die Bedrohung durch ballistische Raketen sowie die Finanzierung der ukrainischen Verteidigung

Mehr
Ermittlungen auf Hochtouren nach Schwert-Angriff an schwedischer Schule mit einer Toten

Nach einem Schwert-Angriff an einer Schule in der schwedischen Kleinstadt Fagersta mit einer Toten und drei Verletzten haben die Behörden am Wochenende auf Hochtouren ermittelt.

Mehr
Selenskyj: Wahlen im Krieg würden die Ukraine "spalten"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Forderung von Ex-Verteidigungsminister Mychailo Fedorow nach Neuwahlen im Krieg zurückgewiesen. "Ich glaube, dass Wahlen

Mehr

Top Meldungen

Thüringen verlangt mehr Transparenz bei Bonitätsbewertung

Erfurt (dts Nachrichtenagentur) - Thüringens Verbraucherschutzministerium spricht sich für mehr Transparenz bei der Bonitätsbewertung durch Auskunfteien wie die Schufa aus.

Mehr
Rotkäppchen-Mumm warnt vor Erhöhung der Schaumweinsteuer

Freyburg (dts Nachrichtenagentur) - Die Sektkellereien Rotkäppchen-Mumm warnen vor den Folgen der geplanten Erhöhung der Schaumweinsteuer. Man hoffe, "dass diese mögliche

Mehr
Handelskonflikt zwischen USA und Kanada spitzt sich zu

Washington/Ottawa (dts Nachrichtenagentur) - Der schon länger andauernde Handelsstreit zwischen den USA und Kanada hat sich am Wochenende weiter zugespitzt. Die USA kündigten

Mehr