Brennpunkte

Krach verteidigt Aussage zu Sicherheitsgefühl in U-Bahn

  • dts - 21. August 2026, 12:31 Uhr
Bild vergrößern: Krach verteidigt Aussage zu Sicherheitsgefühl in U-Bahn
Wahlplakat zum Abgeordnetenhaus von Berlin (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Spitzenkandidat der SPD für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, Steffen Krach, hat Kritik an seiner Darstellung des Sicherheitsgefühls in der Beliner U-Bahn zurückgewiesen.

Im Podcast "Jung & Naiv" hatte Krach gesagt, er fühle sich in der U-Bahn persönlich sicher, aber er sei ja auch ein weißer, heterosexueller Mann. Der Comedian und Podcaster Felix Lobrecht warf Krach vor, er sei `weltfremd` und habe als zugereister Hannoveraner die Hauptstadt ohnehin `überhaupt nicht verstanden`.

Im Nachrichtensender "Welt" entgegnete Krach am Freitag: "Dann soll er gerne mal mit mir darüber reden. Er hat ja auch gesagt, ich wohne seit zehn Jahren in Berlin. Ich wohne seit rund 25 Jahren in Berlin. Von daher könnten wir darüber gerne nochmal sprechen. Und ich weiß jetzt nicht, wer von uns beiden mehr den öffentlichen Nahverkehr nutzt, ob ich oder er. Aber man muss es einfach ganz klar sagen: Frauen sind gefährdeter als Männer. Jüdinnen und Juden sind in vielen Teilen gefährdeter als andere. Auch teilweise in einigen Bezirken sind Muslime auch gefährdeter und queere Menschen sind auch gefährdet. Und ich finde, solche Wahrheiten - wir sagen doch immer, dass man auch die Wahrheiten mal auf den Tisch legen soll - die sollte man dann auch ganz klar kommunizieren. Und es gibt dazu auch Fakten. Ich spreche auch gerne mit Herrn Lobrecht darüber."

Krach wundert sich insgesamt über die Kritik an seiner Darstellung des Sicherheitsgefühls in der Berliner U-Bahn. Andere Personen seien nun mal gefährdeter als er; dazu gebe es "klare Statistiken", so Krach. "Und nur das habe ich in diesem Podcast gesagt. Dass sich jetzt der ein oder andere darüber aufregt, irritiert mich." Krach versprach aber, er würde sich als Bürgermeister um alle kümmern, "die hier in Berlin sich Sorgen machen um die Sicherheit - ob es im ÖPNV ist, ob es auf der Straße ist, in der Schule oder wo auch immer. Das ist meine Aufgabe und ich habe ganz klar gesagt, ich stehe als Regierender Bürgermeister auch dazu, dass wir in den nächsten Jahren die Sicherheit weiter erhöhen müssen."

Weitere Meldungen

26-Jähriger soll in Rheinland-Pfalz Eltern getötet haben - Festnahme

Ein 26-Jähriger soll in Rheinland-Pfalz seine Eltern getötet haben. Der Mann wurde festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Freitag mitteilte. Demnach soll er seine

Mehr
IStGH-Präsidentin warnt nach US-Sanktionen vor "Niedergang des Völkerrechts"

Die vor drei Tagen mit US-Sanktionen belegte Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) hat vor einem "Niedergang des Völkerrechts" gewarnt. Sie habe erwartet,

Mehr
Auto rast in Hessen durch Fußgängerzone - Acht Verletzte

Hofgeismar (dts Nachrichtenagentur) - Ein Auto ist am Freitagmorgen im hessischen Hofgeismar mit hoher Geschwindigkeit durch eine Fußgängerzone gegen ein Kaufhaus gefahren.

Mehr

Top Meldungen

Hyundai-Beschäftigte in Südkorea streiken für Anhebung des Rentenalters

Beim südkoreanischen Autobauer Hyundai haben Beschäftigte erstmals seit mehr als zehn Jahren einen ganzen Tag lang die Arbeit niedergelegt. Nach Gewerkschaftsangaben nahmen rund

Mehr
Ministerium stellt Millionen für emissionsfreie Binnenschiffe bereit

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundesverkehrsministerium will bis zu 14 Millionen Euro für emissionsfreie Binnenschiffe bereitstellen. Diese Förderung sei Teil der

Mehr
Ifo-Institut: Fachkräftemangel nimmt wieder etwas zu

München (dts Nachrichtenagentur) - Der Fachkräftemangel in Deutschland hat wieder etwas zugenommen. Im Juli gaben 23,2 Prozent der Unternehmen an, dass ihnen qualifizierte

Mehr