Die CDU hat Forderungen von unterschiedlicher Seite eine Absage erteilt, Klimaanpassung und Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz zu verankern. Dies sei "wohlfeil und bringt nichts", sagte die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte einen solchen Schritt zuvor hingegen als "zwingend notwendig" bezeichnet.
Hoppermann sagte nun, Klimaanpassung und Hitzeschutz seien eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. "Das gelingt nur, wenn Bund, Länder und Kommunen auf Augenhöhe zusammenarbeiten", fügte die CDU-Politikerin hinzu. "Aber eine Grundgesetzänderung, die dem Bund immer neue Kompetenzen gibt und zu neuen Zuständigkeitsstreitereien führt, ist der falsche Weg."
Schneider hatte angekündigt, in den kommenden Monaten einen Vorschlag für eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes vorzulegen. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD dafür einen Prüfauftrag vereinbart. Schneider begründet den Vorstoß gerade damit, dass dies eine Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen erleichtern würde.
Eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Hitzeschutz fordern auch kommunale Spitzenverbände, Grüne und Linkspartei. Die Kommunen verbinden dies mit der Forderung nach mehr finanzieller Unterstützung des Bundes für dafür erforderliche Maßnahmen.
Die Befürworter der Gemeinschaftsaufgaben verweisen auf immer häufigere Hitzewellen in Deutschland und deren Folgen, was aufgrund des Klimawandels weiter zunehmen dürfte. Für die Verfassungsänderung wäre eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag erforderlich. Da SPD, Grüne und Linke dafür sind, hängt eine Änderung von der CDU/CSU ab.
Nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es in diesem Jahr in Deutschland bereits etwa 12.500 hitzebedingte Sterbefälle. Ärzteverbände werfen der Bundesregierung in diesem Zusammenhang Untätigkeit vor. Die bislang höchste Zahl an Hitzetoten war zuvor 2018 mit geschätzt 8900 Fällen im gesamten Jahr registriert worden. Hitze und Dürre führen auch zu massiven Ernteausfällen sowie Einschränkungen der Binnenschifffahrt mit gravierenden Folgen für die Wirtschaft.
Politik
CDU lehnt Gemeinschaftsaufgabe Hitzeschutz im Grundgesetz ab
- AFP - 14. August 2026, 15:02 Uhr
Die CDU hat Forderungen von unterschiedlicher Seite abgelehnt, Klimaanpassung und Hitzeschutz als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz zu verankern. Dies sei 'wohlfeil und bringt nichts', sagte Generalsekretärin Franziska Hoppermann.
Weitere Meldungen
Eine Fotoreportage, die Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron im Urlaub beim Jetski-Fahren zeigt, während das Land unter Hitze und Waldbränden leidet, hat unter - vor allem
MehrZur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im September bleibt es bei den vom Landeswahlausschuss zugelassenen 19 Landeslisten. Das Landesverfassungsgericht verwarf am Freitag die
MehrDas Netzwerk Campact ruft dazu auf, eine mögliche AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt durch "strategisches Wählen" zu verhindern. Konkret empfiehlt Campact in seiner am
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) schließt die Einführung einer Pkw-Maut für die Zukunft nicht aus. "Wir haben mit der Lkw-Maut ein
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die deutsche Autoindustrie könnte angesichts wachsender Konkurrenz aus China ihren bislang zurückhaltenden Kurs in der Handelspolitik ändern.
MehrBundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat sich besorgt über die Folgen der extremen Trockenheit gezeigt. "Die anhaltende Trockenheit setzt viele Betriebe bereits
Mehr














