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Militärexperte: Baldiger Waffenstillstand in Ukraine möglich

  • dts - 13. August 2026, 14:04 Uhr
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Fahne der Ukraine (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Möglichkeit eines Waffenstillstands in der Ukraine im kommenden Herbst oder Winter ist nach Einschätzung des österreichischen Militärexperten Markus Reisner so groß wie niemals zuvor seit Kriegsbeginn. Das sagte er der "Welt".

Der Oberst vom Verteidigungsministerium in Österreich nannte dafür eine Reihe von Indizien in Militärkreisen. Hinzu komme der politische Druck der US-Administration. US-Präsident Trump brauche vor den Zwischenwahlen zum Kongress im Herbst einen Erfolg, nachdem er sich mit dem Iran-Krieg verrannt habe. Trump versuche derzeit, auf Kiew und Moskau gleichermaßen enormen Druck auszuüben, damit sie sich auf einen Waffenstillstand einigen.

Auf die Frage, wie genau Trump Druck auf beide Seiten ausübe, sagte der Militäranalyst: "Die Amerikaner verweigern der Ukraine die dringend benötigten Patriot-Raketen zur Luftabwehr. Das ist die Achillesferse der Ukraine und gibt Moskau die Möglichkeit, weiter Druck auszuüben, gegen den sich Kiew nur schwer wehren kann." Gleichzeitig stelle die US-Administration der Ukraine aber Aufklärungsdaten und Künstliche Intelligenz als Analysewerkzeuge zur Verfügung, die die ukrainischen Streitkräfte auch für Angriffe auf russisches Territorium benötigten.

Mit Blick auf den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig in der vergangenen Woche sagte Reisner, man müsse bei einer unabhängigen Bewertung auch die Ukraine als möglichen Drahtzieher in Betracht ziehen. Er schließe sich zwar der Bewertung der US-Geheimdienste an und gehe davon aus, dass Russland verantwortlich sei. Der Kreml profitiere von einer solchen Aktion am meisten. "Aber es könnte theoretisch auch die Ukraine gewesen sein. Ein Indiz dafür könnte sein, dass nichts explodiert ist. Auch ein solches Szenario muss man als unabhängiger Analyst bedenken", so Reisner. Es werde extrem schwer sein, herauszufinden, wer dahinterstecke. Auch ein Terrorist, der auf eigene Faust oder im Auftrag handelte, wäre als Urheber des versuchten Anschlags denkbar.

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