Gesundheit

Trump verstärkt Vorgehen gegen Impfungen

  • AFP - 11. August 2026, 01:14 Uhr
Bild vergrößern: Trump verstärkt Vorgehen gegen Impfungen
Trump präsentiert sein Impf-Dekret im Weißen Haus
Bild: AFP

US-Präsident Donald Trump verstärkt sein Vorgehen gegen Impfungen: Er unterzeichnete im Weißen Haus ein Dekret mit neuen Impfempfehlungen. Darin wird unter anderem dazu aufgerufen, den Abstand zwischen bei Kindern verabreichten Impfungen zu vergrößern.

US-Präsident Donald Trump verstärkt sein Vorgehen gegen Impfungen: Er unterzeichnete am Montag im Weißen Haus ein Dekret mit neuen Impfempfehlungen. Darin wird unter anderem dazu aufgerufen, den Abstand zwischen Kindern verabreichten Impfungen zu vergrößern. Im Gegensatz zum Stand der medizinischen Forschung suggerierte Trump bei der Präsentation seines Dekrets zudem erneut mehrmals einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus.

Der US-Präsident sprach vor Journalisten von Injektionen "in der Größe einer Limonadenflasche", die Kindern in den USA verabreicht würden. Wie genau er auf diesen Vergleich kam, führte er nicht aus. In dem von Trump unterzeichneten Text wird unter anderem empfohlen, die Impfungen gegen Masern, Röteln und Mumps voneinander zu trennen, anstatt sie wie allgemein üblich in einer einzigen Injektion zu verabreichen.

"Vor Jahrzehnten erhielten Kinder nur einen Bruchteil der heute geforderten Impfungen", führte Trump im Oval Office aus. "Damals waren die Menschen weitaus gesünder, und natürlich gab es die hohe Autismus-Rate nicht, die wir heute beobachten", fügte er hinzu. Überhaupt kam der Präsident bei der Vorstellung der neuen Impfempfehlungen mehrmals auf Autismus zu sprechen. Er schränkte allerdings zugleich ein: "Wir wissen nicht", wodurch dieser ausgelöst werde.

In den USA ist seit geraumer Zeit eine steigende Impfskepsis zu beobachten. Fachleute warnen vor einer Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, die als weitgehend ausgerottet galten. Im vergangenen Jahr erlebten die USA den größten Masernausbruch seit mehr als 30 Jahren mit mehr als 1400 Fällen.

Weitere Meldungen

Ebola-Epidemie in der DR Kongo: WHO dringt auf Impfstofftests

Angesichts der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo haben Impfstoffexperten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf klinische Tests mit einem gegen eine andere

Mehr
Bislang fast 12.000 Hitzetote in Deutschland - hohe Sterblichkeit vor allem im Juni

In Deutschland sind in diesem Sommer bereits fast 12.000 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Bis zum 26. Juli gab es bundesweit schätzungsweise 11.900 Hitzetote, wie aus

Mehr
Badeverbote in Südwestfrankreich wegen Portugiesischer Galeeren

Wegen angeschwemmter Portugiesischer Galeeren müssen an den südwestfranzösischen Küsten seit Tagen immer wieder Strandabschnitte gesperrt werden: Sämtliche Strände der

Mehr

Top Meldungen

IW erwartet Produktionskürzungen wegen Niedrigwasser

Köln (dts Nachrichtenagentur) - Wegen des Rhein-Niedrigwassers kommt es nun zu Produktionskürzungen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet, dass die

Mehr
Herrenknecht fordert Rückkehr zur 40-Stunden-Woche

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts von Wirtschaftskrise und Fachkräftemangel fordert der Unternehmer Martin Herrenknecht, die 40-Stunden-Woche wieder als normalen

Mehr
Mehrheit der Unternehmen hält digitalen Euro für überflüssig

Mannheim (dts Nachrichtenagentur) - Eine große Mehrheit deutscher Unternehmen hält den geplanten digitalen Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) für überflüssig. Nur

Mehr