Knapp zwei Monate nach der Ankunft eines ersten US-Ebola-Patienten aus der Demokratischen Republik Kongo ist ein zweiter nach Deutschland gebracht worden. Der Patient wurde nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums am Montag in der Universitätsklinik in Frankfurt am Main aufgenommen. Er werde dort "vollständig isoliert" auf der Sonderisolierstation behandelt. Für die Bevölkerung sowie für andere Patientinnen und Patienten bestehe deshalb "keinerlei Gefahr".
Das Gesundheitsministerium verwies zudem darauf, dass bereits in der Vergangenheit zwei schwer erkrankte Ebola-Patienten in Frankfurt behandelt worden seien. Insgesamt gibt es bundesweit sieben Sonderisolierstationen - neben Frankfurt etwa auch in Berlin, Hamburg und München.
Ein erster US-Ebola-Patient war im Mai nach Deutschland gebracht und in der Berliner Charité behandelt worden. Später wurden auch die Ehefrau und die vier Kinder des Arztes aus dem Kongo nach Berlin gebracht. Anfang Juni konnte der Mann wieder gesund entlassen werden.
Die Demokratische Republik Kongo ist das Zentrum der Ebola-Epidemie. Seit Mitte Mai starben dort nach UN-Angaben bereits mehr als 600 Menschen an der hochansteckenden Krankheit.
Das Ebola-Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten übertragen. Hoch ansteckend sind auch die Leichen Verstorbener, oft wird das Virus daher bei Begräbnissen übertragen. Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante des Virus verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie.
Gesundheit
Zweiter mit Ebola infizierter US-Bürger wird in Frankfurt behandelt
- AFP - 13. Juli 2026, 11:21 Uhr
Knapp zwei Monate nach der Ankunft eines ersten US-Ebola-Patienten aus der Demokratischen Republik Kongo ist ein zweiter nach Deutschland gebracht worden. Der Patient wurde am Montag in die Uniklinik in Frankfurt am Main aufgenommen.
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