Weil er ein auf Anweisung von Präsident Donald Trump renoviertes Wasserbecken in Washington beschädigt haben soll, drohen einem ehemaligen US-Olympiateilnehmer bis zu zehn Jahre Haft. Gegen David Hearn wurde am Donnerstag Anklage wegen Beschädigung von öffentlichem Eigentum erhoben, wie Staatsanwältin Jeanine Pirro mitteilte. Der 67-Jährige ist einer von mehreren Menschen, die wegen mutmaßlicher Beschädigung von Trumps Prestige-Projekt "Reflecting Pool" festgenommen worden waren. Er weist die Vorwürfe zurück.
Mit der Anklage wegen Beschädigung von öffentlichem Eigentum drohen Hearn nun bis zu zehn Jahre Haft. Er hatte der "Washington Post" nach seiner vorübergehenden Festnahme berichtet, dass er lediglich während einer Fahrradtour an dem großen Wasserbecken angehalten habe, um sich die von Trump in Auftrag gegebene Renovierung selbst anzusehen. Nachdem er sich hinuntergebeugt hatte, um ein Stück der sich ablösenden blauen Farbe zu berühren, sei er festgenommen worden.Â
"Ich habe nichts zerstört, kaputtgemacht oder abgepellt", sagte der frühere Kanu-Sportler. Er hatte für die USA dreimal an Olympischen Spielen teilgenommen.
Der sogenannte Reflecting Pool ist ein Wahrzeichen Washingtons und ein beliebtes Fotomotiv. Darin spiegeln sich das Lincoln-Denkmal und der Obelisk zum Gedenken an den ersten US-Präsidenten George Washington.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1922 färben Algen das Wasser in dem Pool allerdings regelmäßig grün. Was Enten freut, hatte Trump vor den derzeitigen Feiern zum 250. Gründungstag der USA erzürnt. Er ließ das Becken deshalb entleeren und den grauen Boden mit Pool-Farbe anstreichen, um ihn "amerikaflaggen-blau" leuchten zu lassen.Â
Presseberichten zufolge kostete die Renovierung rund 14 Millionen Dollar (gut zwölf Millionen Euro). Als das Wasser am 4. Juni wieder eingelassen wurde, erklärte das Weiße Haus, Washington sehe "besser aus denn je". Doch dann kehrten die Algen in das 610 Meter lange Becken zurück und färbten das Wasser wieder schlammig-grün. Außerdem blätterte die blaue Pool-Farbe an vielen Stellen wieder ab. Trump macht Vandalismus dafür verantwortlich, Belege dafür legte er aber nicht vor.
Lifestyle
Trumps Prestige-Projekt "Reflecting Pool": Ex-Olympioniken drohen zehn Jahre Haft
- AFP - 3. Juli 2026, 00:22 Uhr
Weil er ein auf Anweisung von Präsident Donald Trump renoviertes Wasserbecken in Washington beschädigt haben soll, drohen einem ehemaligen US-Olympiateilnehmer bis zu zehn Jahre Haft.
Weitere Meldungen
Seit Wochen wird über eine Hochzeit von Pop-Superstar Taylor Swift und dem Football-Profi Travis Kelce in New York spekuliert - nun haben die Feierlichkeiten offenbar begonnen:
MehrDüsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts der von der Bundesregierung geplanten gesetzlich geregelten Infarktvorsorge dringen Intensivmediziner auf eine Stärkung der
MehrDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag den tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" für beendet erklärt. Die letzte Kontaktperson, die
MehrTop Meldungen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zugesichert, das vom Koalitionsausschuss erarbeitete Reformpaket entschlossen anzupacken. "Wir haben die Absicht, das, was wir da
MehrWolfsburg (dts Nachrichtenagentur) - Volkswagen plant langfristig offenbar wieder mit Vertriebszielen von mehr als zehn Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Das berichtet das
MehrIn den USA haben Unternehmen im Juni nur etwa halb so viele Arbeitsplätze geschaffen wie von Experten erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um
Mehr














