Köln (dts Nachrichtenagentur) - Deutsche Haushalte geben im Vergleich zu anderen EU-Ländern anteilig besonders viel Geld für Freizeitaktivitäten aus. Das ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Im Jahr 2024 gaben die Deutschen demnach 9,6 Prozent ihrer Konsumausgaben für Sport, Kultur und Erholung aus, womit sie knapp vor Schweden und deutlich über dem EU-Durchschnitt von 7,5 Prozent lagen. Rumänien ist mit 2,6 Prozent das Schlusslicht.
Der größte Einzelposten im Haushaltsbudget ist das Wohnen, das in Deutschland wie im EU-Schnitt etwa ein Viertel der Konsumausgaben ausmacht. Besonders viel müssen Tschechen für Wohnraum ausgeben, während Kroaten am wenigsten zahlen. In Deutschland sank der Anteil der Mieten an den Gesamtausgaben seit 2021 von 7,8 auf 7,0 Prozent. Beim Verkehr gehört Deutschland mit 14,2 Prozent zur Spitzengruppe, während der Anteil in der Slowakei (5,8 Prozent) am geringsten ist.
Die Daten zeigen, dass die Konsumausgaben der Europäer von der Kaufkraft, den Preisen und den Gewohnheiten abhängen. So sind für die Deutschen Pauschalreisen besonders wichtig. Laut IW-Expertin Galina Kolev-Schaefer ist Deutschland weiterhin ein wohlhabendes Land, was sich im Konsumverhalten widerspiegelt. Die Einkommen seien hoch und Lebensmittel vergleichsweise günstig, was mehr Geld für Freizeit, Sport und Kultur ermögliche.
Wirtschaft
Studie: Deutsche geben jeden zehnten Euro für Freizeit aus
- dts - 1. Juli 2026, 11:43 Uhr
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