Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat sich gegen radikale Sparpläne beim Autokonzern Volkswagen gestellt. "Die Zukunft von Volkswagen wird nicht dadurch gewonnen, dass man immer neue Werksschließungen oder immer größere Stellenabbauprogramme in den Fokus stellt", erklärte er am Freitag. Medienberichten zufolge plant VW einen radikalen Konzernumbau mit massive Stellenstreichungen und mehreren Werksschließungen in Deutschland.
"Die in den Medien geschilderten Pläne nehmen wir zur Kenntnis", erklärte Lies dazu. "Zunächst gilt: Über konkrete Maßnahmen wird der Aufsichtsrat beraten und entscheiden." Niedersachsen ist Großaktionär des Autobauers und im Aufsichtsrat vertreten. Das Land werde "keiner Entwicklung zustimmen, die auf Werksschließungen als vermeintlich einfache Lösung setzt oder die bewährte Mitbestimmung infrage stellt", betonte Lies.
Das "Manager Magazin" hatte unter Verweis auf Insider berichtete, VW plane eine Ausweitung des bisherigen Stellenabbaus auf bis zu 100.000 Streichungen und die Schließung von Werken in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Der Konzern bestätigte dies nicht konkret, sprach jedoch von "tiefgreifenden" Veränderungen, die bevorstünden. Der Konzernvorstand habe "in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet", erklärte ein VW-Sprecher.
Wirtschaft
Niedersachsens Ministerpräsident Lies gegen radikale Sparpläne bei VW
- AFP - 26. Juni 2026, 16:01 Uhr
Niedersachsens Ministerpräsident Lies hat sich gegen radikale Sparpläne bei VW gestellt: 'Die Zukunft von Volkswagen wird nicht dadurch gewonnen, dass man immer neue Werksschließungen oder immer größere Stellenabbauprogramme in den Fokus stellt.'
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