In den USA ist vorerst kein neuer Prozess gegen den  früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein geplant. Dessen Sprecher Judah Engelmayer erklärte am Donnerstag, die Staatsanwaltschaft lasse den Fall um die mutmaßliche Vergewaltigung der Schauspielerin Jessica Mann fallen. Zwei vorausgegangene Prozesse waren geplatzt, weil sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen konnten.
Der 74-jährige Weinstein sei "erleichtert", sagte sein Sprecher weiter. Mann hatte dem früheren Produzenten vorgeworfen, sie im Jahr 2013 vergewaltigt zu haben. Weinstein beteuerte dagegen seine Unschuld: Der Sex mit der Schauspielerin sei einvernehmlich gewesen.
Der einstige Hollywood-Mogul verbüßt derzeit eine im US-Bundesstaat Kalifornien verhängte 16-jährige Gefängnisstrafe wegen anderer Sexualstraftaten. Gegen dieses Urteil hat der 74-Jährige Berufung eingelegt. Er geht zudem gegen einen Schuldspruch wegen sexueller Übergriffe auf die Filmproduzentin Miriam Haley vor.
Insgesamt warfen mehr als 80 Frauen dem Produzenten von Hollywood-Kassenschlagern wie "Pulp Fiction" und "Shakespeare in Love" Missbrauch vor, nur wenige Fälle wurden aber vor Gericht verhandelt. Ins Rollen kam der Skandal 2017 durch Enthüllungen in der "New York Times" und im Magazin "New Yorker", die die Filmbranche erschütterten.
Die Artikel lösten die MeToo-Bewegung aus. Der Name Weinstein wurde weltweit zum Synonym für Männer, die ihre Machtstellung gegenüber Frauen ausnutzen.
Brennpunkte
Kein neuer Prozess gegen Harvey Weinstein geplant
- AFP - 25. Juni 2026, 22:50 Uhr
In den USA ist vorerst kein neuer Prozess gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein geplant. Dessen Sprecher erklärte, die Staatsanwaltschaft lasse den Fall um die mutmaßliche Vergewaltigung der Schauspielerin Jessica Mann fallen.
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