Die Mehrheit der Deutschen will einer repräsentativen Umfrage zufolge strengere Alkoholgrenzen im Straßenverkehr. 68 Prozent der Befragten der am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL wünschten sich eine Anpassung der bestehenden 0,5-Promillegrenze. Für ein absolutes Alkoholverbot waren 45 Prozent, 23 Prozent bevorzugten eine Grenze von maximal 0,3 Promille. An der bestehenden Promillegrenze wollten nur knapp ein Drittel (28 Prozent) festhalten.
Auch beim Fahren von E-Scootern sind die Bürgerinnen und Bürger für strengere Promillegrenzen. 44 Prozent waren der Umfrage zufolge dafür, dass E-Scooterfahrer komplett auf Alkohol verzichten sollen. Für eine Grenze von 0,3 Promille waren 22 Prozent, für eine 0,5-Promillegrenze 24 Prozent der Befragten. Für E-Scooter-Fahrer gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer.
Bei Konsumregeln für Fahrrad- und E-Bikefahrer waren die Befragten toleranter. Hier forderte nur knapp ein Drittel (31 Prozent) ein absolutes Alkoholverbot. Eine 0,3-Promillegrenze wollten 23 Prozent, 0,5 Promille konnten sich 26 Prozent vorstellen. 15 Prozent waren für einen maximalen Promillewert von 1,1 Promille oder mehr.
Die aktuelle Grenze für eine sogenannte relative Fahruntüchtigkeit für Radfahrer liegt momentan bei 0,3 Promille – dafür drohen bereits eine Strafanzeige, ein Punkt in Flensburg und eine Geldstrafe. Die sogenannte absolute Fahruntüchtigkeit ist mit 1,6 Promille erreicht und gilt als Straftat. Als Konsequenz drohen eine höhere Geldstrafe, zwei Punkte in Flensburg und die Anordnung einer medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU).
Die Mehrheit der Befragten (60 Prozent) gab zugleich an, schon einmal Auto gefahren zu sein, nachdem sie Alkohol getrunken hatten. Demnach sind 51 Prozent nach dem Konsum geringer Alkoholmengen, beispielsweise nach einem Glas Bier (0,3 Liter) oder einem Glas Wein (0,2 Liter) Auto gefahren. Fast jeder Zehnte Autofahrer (neun Prozent) ist in der Vergangenheit auch schon einmal nach größeren Mengen Alkohol noch Auto gefahren.
Insgesamt gaben mehr Männer als Frauen an, schon einmal alkoholisiert am Steuer gesessen zu haben. Vor allem bei Fahrten nach mehr als einem Glas zeigte sich ein Geschlechterunterschied: 13 Prozent der Männer gaben an, das schon einmal getan zu haben, bei den Frauen taten dies nur fünf Prozent.
Auch zwei Drittel (67 Prozent) der Fahrradfahrer sind der Umfrage zufolge schon mindestens einmal alkoholisiert aufs Rad gestiegen - ein Großteil davon nur nach geringen Mengen (38 Prozent), aber fast ein Drittel (29 Prozent) auch nach mehr als einem Glas. Das gaben fast doppelt so viele Männer (39 Prozent) wie Frauen (20 Prozent) an.
Brennpunkte
Umfrage: Mehrheit wünscht sich strengere Alkoholgrenzen im Straßenverkehr
- AFP - 16. Juni 2026, 06:01 Uhr
Die Mehrheit der Deutschen will einer Umfrage zufolge strengere Alkoholgrenzen im Straßenverkehr. 68 Prozent der Befragten wünschten sich eine Anpassung der bestehenden 0,5-Promillegrenze. Für ein absolutes Alkoholverbot waren 45 Prozent.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Ein Großteil der jungen Menschen aus Asylherkunftsländern hat keinen anerkannten beruflichen Abschluss. Das geht aus Daten des Mikrozensus
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD im Bundestag sieht bei dem geplanten Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus noch offene Fragen und pocht auf eine sorgfältige
MehrBei einem Anschlag mit zwei selbstgebauten Bomben im Nordwesten Pakistans sind nach Polizeiangaben sieben Menschen getötet worden. In der an Afghanistan grenzenden Provinz Khyber
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, sieht in der Künstlichen Intelligenz (KI) die Chance, die
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Ökonom Gabriel Felbermayr, seit März einer der fünf Wirtschaftsweisen, spricht sich für eine Verknüpfung des Renteneintrittsalters mit
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) von Krankenkassen, Kliniken und Ärzten, Josef Hecken, kritisiert die Pläne der
Mehr














