Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Gut ein Jahr nach dem Messerangriff von Bielefeld ist der Angeklagte Mahmoud M. wegen vierfachen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Das Düsseldorfer Oberlandesgericht stellte in seinem Urteil am Montag außerdem die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete Sicherungsverwahrung an.
In dem Staatsschutzverfahren hatte der Generalbundesanwalt dem heute 36-jährigen Syrer vorgeworfen, sich spätestens 2015 in Syrien dem "Islamischen Staat" (IS) angeschlossen zu haben. Bis November 2016 sei er in Syrien unter anderem als Kämpfer eingesetzt worden und habe Aufgaben als Wach- und Grenzposten sowie in der IS-Immobilienverwaltung übernommen, wie es in der Anklage hieß. Der Angeklagte sei nach seiner Einreise in die Bundesrepublik Deutschland im Sommer 2023 dem IS weiter verbunden geblieben.
Im Mai 2025 habe er sich entschlossen, im Namen eines weltweiten "Heiligen Krieges" möglichst viele, willkürlich ausgewählte Menschen in Deutschland zu töten. Er hatte zu diesem Zweck am frühen Morgen des 18. Mai 2025 vor einem Lokal in Bielefeld gezielt auf Gäste mit Messern eingestochen und dabei vier Personen lebensgefährlich verletzt.
Brennpunkte
Höchststafe für Messerangriff von Bielefeld
- dts - 1. Juni 2026, 10:58 Uhr
.
Weitere Meldungen
Der niedersächsische Landesverfassungsschutz darf AfD vorläufig zu einem sogenannten Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung hochstufen. Das Verwaltungsgericht Hannover
MehrWegen Foltervorwürfen müssen sich seit Montag ein früherer syrischer General und ein ehemaliger ranghoher syrischer Polizeibeamter in Österreich vor Gericht verantworten.
MehrDie französische Marine hat im Atlantik erneut einen aus Russland kommenden Öltanker festgesetzt. Der Tanker "Tagor" sei am Sonntagmorgen in internationalen Gewässern mit
MehrTop Meldungen
Zürich (dts Nachrichtenagentur) - Der Verwaltungsratspräsident des Schweizer Technologiekonzerns ABB, Peter Voser, sieht die Erfolgsgeschichte der Schweiz gefährdet, falls die
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die unabhängige Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, wirft der Bundesregierung Untätigkeit bei der Reform des
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die mangelnde Wirkung des Infrastruktur-Sondervermögens kritisiert. Das Geld komme zu wenig bei den Kommunen
Mehr














