Brennpunkte

Heimtückemord an wohlhabendem Arzt in Chemnitz: Urteile im Wesentlichen rechtskräftig

  • AFP - 9. April 2026, 10:58 Uhr
Bild vergrößern: Heimtückemord an wohlhabendem Arzt in Chemnitz: Urteile im Wesentlichen rechtskräftig
Darstellung der Justitia
Bild: AFP

Rund zwei Jahre nach der Ermordung eines wohlhabenden Arztes im sächsischen Chemnitz sind die Urteile gegen dessen Witwe und zwei weitere Beschuldigte im Wesentlichen rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf ihre Revisionen in zentralen Punkten.

Rund zwei Jahre nach der Ermordung eines wohlhabenden Arztes im sächsischen Chemnitz sind die Urteile gegen dessen Witwe und zwei weitere Beschuldigte im Wesentlichen rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf die von den drei Angeklagten eingelegten Revisionen nach Angaben vom Donnerstag in Bezug auf deren Verurteilung wegen Mordes aus Habgier und Heimtücke. Nur eine sogenannte Einziehungsentscheidung wurde teilweise gekippt, das Landgericht in Chemnitz muss über diese deshalb nochmals verhandeln.

Der Kardiologe war im März 2024 in der gemeinsamen Wohnung des Ehepaars im Schlaf erstochen worden. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass dessen Ehefrau die Tat gemeinsam mit einer für sie arbeitenden Sprechstundenhilfe und deren Liebhaber geplant hatte. Das Trio wollte über eine Erbschaft an das Vermögen des Arztes gelangen. Die Frau gab ihren Komplizen die Wohnungsschlüssel, diese töteten das Opfer im Schlaf.

Das Landgericht in Chemnitz sah die Vorwürfe als erwiesen an und verurteilte die drei Angeklagten im April 2024 vergangenen Jahres wegen gemeinschaftlichen heimtückischen Mordes aus Habgier zu lebenslanger Haft. Dabei entschied es auch über die Einziehung von Taterträgen - also eine Art Beschlagnahme von verbrecherisch erlangtem Vermögen.

Hierbei fand der Bundesgerichtshof Mängel in einem Teilbereich, der nicht mit dem Mord selbst zusammenhing. Dieses Detail muss eine andere Kammer des Landgerichts in Chemnitz deshalb nochmals neu verhandeln.

Weitere Meldungen

Radfahrerin stirbt bei Unfall mit Güterzug in Bayern

Eine Radfahrerin ist in Bayern bei einem Unfall mit einem Zug gestorben. Wie die Polizei in Rosenheim am Donnerstag mitteilte, wollte die Frau am Dienstagabend einen

Mehr
Studie: Bundeswehr noch lange von Waffenimporten abhängig

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundeswehr wird wohl noch lange von Waffenimporten abhängig sein. Bis 2035 könnte eine Lücke von bis zu 117 Milliarden Euro zwischen der

Mehr
Bericht: Trump stellt Europäern neues Hormus-Ultimatum

Washington (dts Nachrichtenagentur) - Im Streit um die militärische Absicherung der Straße von Hormus erhöht US-Präsident Donald Trump offenbar weiter den Druck auf Europa.

Mehr

Top Meldungen

Pläne zu höherer Pendlerpauschale stoßen auf Kritik

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat sich kritisch zu einer möglichen Erhöhung der

Mehr
Bundesregierung will Umstieg auf Wärmepumpen erleichtern

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Wenn Hauseigentümer ihren Gasanschluss abklemmen lassen wollen, um auf eine Wärmepumpe oder auf Fernwärme umzurüsten, konnte das bislang

Mehr
SPD kontert Reiche-Kritik an Energiewende

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die energiepolitische Sprecherin der SPD, Nina Scheer, weist die Kritik an der deutschen Energiewende scharf zurück, die Wirtschaftsministerin

Mehr