Finanzen

Dax lässt deutlich nach - Anleger flüchten in sichere Häfen

  • dts - 27. März 2026, 17:44 Uhr
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Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

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Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Zum Wochenausklang hat der Dax kräftig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 22.301 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start auf Vortagesniveau fiel der Dax zügig und blieb im weiteren Verlauf im roten Bereich.

"Die Investoren steuern vor dem Wochenende die sicheren Häfen an und kaufen nur sehr selektiv Aktien aus vereinzelten Branchen", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Der Gesamtmarkt wird gemieden und leidet weiter unter den hohen Rohölpreisen. Auch wenn die Durchschlagskraft der Nachrichten aus dem Nahen Osten etwas nachgelassen hat, bleiben Skepsis und Unsicherheit für die Investoren stetige Begleiter ihrer Allokationsentscheidungen. Zu schnell sind die Richtungswechsel und Wendungen in dem aktuellen Geschehen und zu wenig durchsichtig die vermeintlichen Fakten."

Der bisher durch den Iran-Krieg entstandene Schaden dürfte bereits nachhaltige Auswirkungen auf die globale Konjunkturentwicklung und insbesondere auf die in Europa haben, so Lipkow. "Die Störungen der Lieferketten aus dem Nahen Osten durch Schäden an wichtiger Infrastruktur können nicht innerhalb weniger Tage behoben werden. Hierbei dürfte es sich vielmehr um Reparaturzeiten von mehreren Monaten oder Jahren handeln. Das wird den Investoren zunehmend bewusster."

Die Aktien von BASF und Symrise standen bis kurz vor Handelsschluss direkt vor den Papieren der Rückversicherer Hannover Rück und Münchener Rück an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten derweil die Aktien von MTU, Siemens Energy, Rheinmetall und Infineon.

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im April kostete 54 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg hingegen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 111,40 US-Dollar, das waren 3,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1524 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8678 Euro zu haben.

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