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Brandanschlag auf jüdischen Rettungsdienst in London: Polizei verstärkt Präsenz

  • AFP - 24. März 2026, 00:42 Uhr
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Einer der beschädigten Krankenwagen
Bild: AFP

Nach einem als antisemitisches Hassverbrechen untersuchten Brandanschlag auf Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in London hat die britische Polizei eine Verstärkung ihrer Präsenz zum Schutz der jüdischen Gemeinde angekündigt.

Nach einem als antisemitisches Hassverbrechen untersuchten Brandanschlag auf Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in London hat die britische Polizei eine Verstärkung ihrer Präsenz zum Schutz der jüdischen Gemeinde angekündigt. 264 zusätzliche Polizeibeamte sowie "deutlich sichtbare" bewaffnete Streifen würden eingesetzt werden, erklärte der Leiter der Metropolitan Police, Mark Rowley, am Montag. Die Polizei hatte zuvor von einem "Brandanschlag gesprochen, der als antisemitisches Hassverbrechen untersucht" werde.

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben in der Nacht zum Montag gegen 1.40 Uhr wegen brennender Fahrzeuge am Highfield Court im überwiegend von Juden bewohnten Stadtteil Golders Green alarmiert worden. Bei den ausgebrannten Fahrzeugen handelte es sich nach Angaben der Metropolitan Police um vier Krankenwagen, die dem Rettungsdienst Hatzalah der jüdischen Gemeinschaft gehören. Alle Brände wurden demnach gelöscht, verletzt wurde niemand.

Die wenige bekannte Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiya (Islamische Bewegung der Menschen der Rechten Hand) bekannte sich in einem im Onlinedienst Telegram verbreiteten Video zu der Tat. Die Gruppe ist laut der Organisation Site, die auf die Beobachtung islamistischer Online-Plattformen spezialisiert ist, nach der iranischen Regierung ausgerichtet. Die Gruppe hat in diesem Monat bereits ähnliche Angriffe in Belgien und den Niederlanden für sich reklamiert.

Die Polizeieinheit für Terrorismusbekämpfung übernahm die Ermittlungen in dem Fall. "Die Feststellung der Authentizität und Genauigkeit dieses Bekennerschreibens wird für das Ermittlungsteam Priorität haben", sagte Kriminalhauptkommissar Luke Williams am Tatort. "Videoaufnahmen von Überwachungskameras scheinen drei vermummte Menschen zu zeigen, die einen Brandbeschleuniger auf die Fahrzeuge gießen, bevor sie diese anzünden und fliehen."

Der britische Premierminister Keir Starmer bezeichnete den Vorfall als "zutiefst schockierenden antisemitischen Brandanschlag". "Meine Gedanken sind bei der jüdischen Gemeinde", die zu dieser "schrecklichen Nachricht" aufgewacht sei, erklärte Starmer im Onlinedienst X. Er fügte hinzu: "Antisemitismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz."

Die ehrenamtliche Nachbarschaftswache Shomrim North West London verurteilte die Brandstiftung als "gezielten und zutiefst besorgniserregenden Vorfall". Der Brandanschlag habe sich gegen einen "unverzichtbaren Rettungsdienst" der örtlichen jüdischen Gemeinschaft gerichtet, erklärte die Gruppe im Onlinedienst Facebook. "Ein Angriff auf diese Rettungswagen ist ein Angriff auf die Sicherheit, das Wohlergehen und die Widerstandsfähigkeit unserer Gemeinschaft."

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