Wirtschaft

DB-Cargo Chef erwartet schwarze Null bis Jahresende

  • dts - 19. März 2026
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Zugbildungsanlage (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg will die hoch verschuldete Güterbahnsparte schnell zurück in die Gewinnzone führen. Er sei für 2026 zuversichtlich, "dass wir entlang unserer Managementplanung auch ins Ziel einer schwarzen Null steuern", sagte Osburg dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Gelingen soll das mithilfe eines Kosten- und Produktivitätsprogramms. Das Sparziel: Eine Milliarde Euro bis 2030. Erreichen will Osburg das unter anderem mit dem Abbau von rund 6.000 Stellen - 4.000 im Maßnahmenprogramm und grob 2.000 im Einzelwagenverkehr. "Eine ganz zentrale Rolle spielt dabei die Erreichung höherer Produktivitäten. Und zwar keine fiktive Benchmark, sondern eine Produktivität, wie sie DB Cargo vor fünf bis sieben Jahren noch hatte", sagte Osburg. Das betreffe alle Bereiche.

Der DB-Cargo-Vorstand will sein Unternehmen außerdem europäisch besser aufstellen. "Denn der Kern der DB Cargo, das deutsche Geschäft im Industriemotor Europas, ist schwer belastet", sagte Osburg dem RND und ergänzte: "Aber das, was in Deutschland nicht mehr produziert wird, sondern nach anderswo in Europa abwandert, ist ja immer noch nachgefragt und es muss transportiert werden." Er sehe da ein großes Wachstumspotenzial.

Den teuren Einzelwagenverkehr will Osburg "in einer möglichst großen Fläche erhalten, denn er ist systemkritisch für den Standort Deutschland". Ein Umbau stehe jedoch an. "Künftig wird es vier Haupt-Produktions-Hubs geben: Köln-Gremberg, Seelze, Mannheim, Nürnberg."

Daneben gebe es fünf nachgelagerte Güterbahnhöfe, die Seehäfen oder große Industriecluster bedienen. "In Summe fokussieren wir uns von derzeit mehr als 30 Zugbildungsanlagen auf rund 20. Es wird außerdem weitere Anlagen geben, in denen Güterzüge abgefertigt werden", saget Osburg. Die Zahl der Werkstätten soll auf 12 reduziert werden. "Und diese 12 wollen wir, wenn eben möglich, nicht schließen, sondern veräußern. Da gibt es durchaus Interessenten."

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