Brennpunkte

Bundesregierung warnt Israel vor Bodenoffensive im Libanon

  • dts - 16. März 2026, 12:54 Uhr
Bild vergrößern: Bundesregierung warnt Israel vor Bodenoffensive im Libanon
Israelischer Soldat (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung hat Israel vor einer umfangreichen Bodenoffensive im Libanon gewarnt.

"Wir fordern unsere israelischen Freunde eindringlich auf, diesen Weg nicht einzuschlagen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag der dts Nachrichtenagentur. Das würde nämlich "die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der Region deutlich verschlechtern und zu einem erhöhten Fluchtgeschehen beitragen". Man sei "im Kontakt, diese Botschaft mitzuteilen", fügte Kornelius hinzu.

Die Bundesregierung schaue "enorm beunruhigt" auf die Entwicklung im Libanon. Sie verurteile scharf, dass die Hisbollah wieder in den Kampf mit Israel eingetreten sei. Die Miliz müsse diesen Kampf einstellen und die Waffen niederlegen, forderte der Regierungssprecher.

In diesem Zusammenhang begrüße Berlin, dass es Anstrengungen gebe, Gespräche zwischen Israel und dem Libanon "wieder in Gang zu setzen". Man fordere Israel auf, zivile Ziele sowie die Unifil-Mission der Vereinten Nationen nicht anzugreifen.

Die israelische Armee (IDF) hatte am Montagmorgen eine nach eigenen Worten "begrenzte und gezielte Bodenoffensive" gegen Ziele im Süden Libanons begonnen. Dabei sollen mehrere Hisbollah-Kämpfer getötet worden sein. Ziel der Operation sei es, die "Vorwärtsverteidigungszone" zu erweitern, so die IDF.

Die Offensive sei Teil eines Plans, um eine "Pufferzone" zu schaffen und die Bedrohung durch die Hisbollah von der Grenze fernzuhalten. Vor dem Einmarsch der Truppen führte die israelische Armee massive Luftangriffe und Artilleriebeschüsse durch.

Seit dem 2. März haben israelische Angriffe im Libanon laut Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 850 Menschen getötet und mehr als 2.100 weitere verletzt.

Weitere Meldungen

Trump: Ukraine soll Angriffe auf russische Raffinerien einstellen

US-Präsident Donald Trump hat von der Ukraine verlangt, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Trump sagte am Sonntag bei seinem Besuch in Irland, der ukrainische

Mehr
Rufe nach härterer Gangart gegenüber Moskau werden lauter

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach neuen Erkenntnissen zum vereitelten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle werden im Bundestag Forderungen nach einer härteren

Mehr
Huthis melden Angriffe gegen Saudi-Arabien

Riad (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Beginn ihrer Offensive im Jemen haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen Drohnen und Raketen in Richtung des benachbarten

Mehr

Top Meldungen

Kubicki warnt vor Spritpreisdeckel

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki warnt davor, auf steigende Energiepreise mit neuen Entlastungen zu antworten. "Der beste Spritpreisdeckel

Mehr
Rot-Grün in Hamburg will Verbot von künstlichem Lärm bei E-Autos

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft fordern ein bundesweites Verbot von künstlichem Lärm bei

Mehr
Bauministerin verteidigt Wohngeld-Kürzungen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) verteidigt die geplanten Kürzungen beim Wohngeld, signalisiert zugleich aber Offenheit für

Mehr