Brennpunkte

Große Mengen giftiger Abfälle nicht ordnungsgemäß entsorgt - Anklage

  • AFP - 12. März 2026, 12:06 Uhr
Bild vergrößern: Große Mengen giftiger Abfälle nicht ordnungsgemäß entsorgt - Anklage
Justitia
Bild: AFP

Weil er große Mengen belasteter Böden und gefährlicher Abfälle nicht ordnungsgemäß entsorgt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage gegen einen 63-Jährigen erhoben.

Weil er große Mengen belasteter Böden und gefährlicher Abfälle nicht ordnungsgemäß entsorgt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage gegen einen 63-Jährigen erhoben. Die Ermittler werfen ihm unter anderem unerlaubten Umgang mit Abfällen und das illegale Betreiben genehmigungsbedürftiger Anlagen vor, wie die Polizei in Recklinghausen und die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten.

Seit Januar 2024 soll der Mann mit weiteren Mittätern die belasteten Böden teilweise umdeklariert und mit unbelasteten Material vermischt haben. Diese Abfälle soll er dann an dafür nicht zugelassenen Orten abgelagert haben. Gegenüber den Auftraggebern und Behörden soll er eine ordnungsgemäße Entsorgung vorgetäuscht haben.

Bevor die Anlage in Bottrop überhaupt genehmigt wurde, soll der 63-Jährige von dort mehr als 700 Lastwagenladungen Bodenmaterial binnen kurzer Zeit umgeschlagen haben. Er soll 23.000 Tonnen belasteter Böden angenommen, zwischengelagert und anschließend zu einem Betriebsgelände nach Selfkant gebracht haben, um sie dort ohne Genehmigung dauerhaft zu lagern.

Die Böden seien sehr hoch belastet gewesen. Eine ordnungsgemäße Entsorgung hätte mindestens 1,3 Millionen Euro gekostet. Im Zusammenhang mit einer Baustelle in Dortmund soll er rund 24.000 Tonnen belasteter Böden in dafür nicht zugelassene Tagebaue nach Kamp-Lintfort gebracht haben. Den Auftraggebern soll er eine ordnungsgemäße Entsorgung vorgespiegelt haben. Dadurch sei ein Schaden von mehr als 360.000 Euro entstanden.

Der Mann ist wegen Umweltdelikten bereits vorbestraft. Er sitzt seit Oktober in Untersuchungshaft. Über die Eröffnung eines Verfahrens muss das Landgericht Dortmund entscheiden.

Weitere Meldungen

UNHCR: Bis zu 3,2 Millionen Menschen im Iran auf Flucht

Genf (dts Nachrichtenagentur) - Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht davon aus, dass bis zu 3,2 Millionen Iraner aufgrund des anhaltenden Konflikts vorübergehend innerhalb des

Mehr
Ehemaliger BND-Vize wird Opfer von Cyberangriff

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Ex-BND-Vizepräsident Arndt Freytag von Loringhoven zählt zu den Opfern eines Cyberangriffs auf Nutzer der Messenger-App Signal. Der

Mehr
Iran-Krieg nährt Sorge hinsichtlich großer Fluchtbewegung

Angesichts des Iran-Krieges wächst in Deutschland die Sorge hinsichtlich einer möglichen Massenflucht aus der Region. Politiker aus Koalition und Opposition forderten am

Mehr

Top Meldungen

Bundesrechnungshof warnt vor "gigantischem Verschiebebahnhof"

Bonn (dts Nachrichtenagentur) - Bundesrechnungshof-Präsident Kay Scheller warnt die Bundesregierung vor einem "gigantischen Verschiebebahnhof". Der Reflex in der Politik sei

Mehr
Studie: Haushalte zahlen deutlich zu viel für ihren Strom

Aachen (dts Nachrichtenagentur) - Treue Kunden werden im deutschen Strommarkt offenbar systematisch benachteiligt. Das ergab eine Studie der RWTH Aachen im Auftrag des

Mehr
Russland-Sanktionen: Betroffenen Anteilseignern darf Stimmrecht entzogen werden

Als Reaktion auf finanzielle Sanktionen gegen Anteilseigner darf eine Holding ihnen das Stimmrecht entziehen. Das Einfrieren ihrer Gelder hindert sie daran, an der

Mehr