Als Folge des immer weiter steigenden Ölpreises sind am Montag wichtige Börsen in Asien eingebrochen. In Japan lag der Aktienindex Nikkei zum Handelsschluss über fünf Prozent im Minus. In Südkorea gaben die Kurse knapp sechs Prozent nach. Der Ölpreis stieg im asiatischen Handel zeitweise auf fast 120 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit 2022. Asien ist stark abhängig von Öl und Gas aus Nahost.Â
Der Nikkei-Index an der Börse in Tokio fiel bis Börsenschluss um 5,19 Prozent auf 52.728,72 Punkte. An der Börse in Seoul gab der Index Kospi bis Handelsschluss um 5,96 Prozent nach.Â
"Japan und Korea sind riesige Industriemotoren, die mit importiertem Öl betrieben werden. Wenn der Rohölpreis in die Höhe schießt, wirkt sich das direkt auf die Unternehmen aus", erklärte Analyst Stephen Innes von SPI Asset Management. Japanische Medien berichteten, Tokio erwäge die Freigabe seiner strategischen Ölreserven.
Der Ölpreis legte am Montag binnen weniger Stunden um bis zu 30 Prozent zu. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent in der Spitze mehr als 119 Dollar und notierte am frühen Morgen (MEZ) bei rund 109 Dollar. Für die US-Sorte WTI wurden zwischenzeitlich ebenfalls mehr als 119 Dollar aufgerufen, er lag am Morgen bei knapp 105 Dollar. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran sprang der Preis für WTI damit um rund 60 Prozent - einen so drastischen Anstieg in so kurzer Zeit gab es noch nie. Â
Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert.Â
Wirtschaft
Ölpreis über 110 Dollar: Börsen in Japan und Südkorea brechen ein
- AFP - 9. März 2026, 08:15 Uhr
Als Folge des immer weiter steigenden Ölpreises sind am Montag die Börsen in Asien eingebrochen. In Japan lag der Aktienindex Nikkei zum Handelsschluss über fünf Prozent im Minus. In Südkorea gaben die Kurse knapp sechs Prozent nach.
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