Das Internet im Iran ist erneut massiv gesperrt. Die Sperre dauere inzwischen mehr als 120 Stunden an, die Verbindung betrage nur etwa ein Prozent des üblichen Niveaus, teilte die Organisation Netblocks am Donnerstag mit. Dies erschwert es Iranerinnen und Iranern, sich durch unabhängige Quellen über die Lage zu informieren und Kontakt zur Außenwelt zu halten.
Die iranischen Behörden hatten den Internetzugang am Samstag abgeschaltet, nachdem Israel und die USA mit Luftangriffen begonnen hatten. Seitdem herrscht im Iran ein Informationsblackout.
Iranische Telekom-Unternehmen drohten Nutzern mit rechtlichen Schritten, falls diese unerlaubt ins Internet gehen würden, erklärte Netblocks, eine Organisation, die für Internetfreiheit eintritt.
"Das Internet ist sehr langsam", schrieb ein Einwohner Teherans, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben will, der Nachrichtenagentur AFP. Internet-Telefonate und Sprachnachrichten seien unmöglich, lediglich Textnachrichten ließen sich versenden.
Ein Einwohner der westiranischen Stadt Bukan schilderte, dass die Verbindung so langsam sei, dass VPN-Tunnel - die den Zugang zu Websites erlauben, die im Iran gesperrt sind - nicht aufgebaut werden können.
Iranische Behörden haben bereits mehrfach das Internet abgeschaltet, etwa mehrere Wochen lang während landesweiter Massenproteste im Januar sowie während des zwölf Tage dauernden Krieges gegen Israel im Juni 2025.
Brennpunkte
Organisation: Internet im Iran massiv gesperrt
- AFP - 5. März 2026, 13:09 Uhr
Das Internet im Iran ist erneut massiv gesperrt. Diese dauere inzwischen mehr als 120 Stunden an, die Verbindung betrage nur etwa ein Prozent des üblichen Niveaus, teilte die Organisation Netblocks mit.
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