Brennpunkte

Medien: US-Regierung soll Epstein-Akten mit Vorwürfen gegen Trump zurückhalten

  • AFP - 25. Februar 2026, 23:15 Uhr
Bild vergrößern: Medien: US-Regierung soll Epstein-Akten mit Vorwürfen gegen Trump zurückhalten
Ein Foto aus den Akten zeigt Epstein und Trump (re.)
Bild: AFP

Die US-Regierung soll laut übereinstimmenden Medienberichten Teile der Epstein-Akten zurückhalten, in denen eine Frau Missbrauchsvorwürfe gegen Präsident Donald Trump erhebt.


Die US-Regierung soll laut Medienberichten Teile der Epstein-Akten zurückhalten, in denen eine Frau Missbrauchsvorwürfe gegen Präsident Donald Trump erhebt. Der führende Abgeordnete der Demokraten im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses, Robert Garcia, warf der Regierung am Mittwoch im Onlinedienst X den "größten Vertuschungsskandal einer Regierung in der jüngeren Geschichte" vor. Das Justizministerium bestritt dagegen auf Anfrage, Akten gezielt zu verbergen.

Nach Angaben des Rundfunksenders NPR und der "New York Times" gibt es Hinweise, dass sich in den bisher nicht veröffentlichten Dokumenten zu dem Fall Memos der Bundespolizei FBI befinden. Darin sollen Befragungen einer Frau zusammengefasst sein, die 2019 nach der Verhaftung des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein angegeben habe, als Minderjährige sowohl von Epstein als auch von Trump sexuell missbraucht worden zu sein.

Die Existenz der Memos wurde bekannt, weil das Justizministerium einen Index veröffentlichte, in dem die Unterlagen aufgelistet sind. Das Ministerium hatte Ende Januar auf Druck des Kongresses mehr als drei Millionen Dokumentenseiten zum Epstein-Skandal veröffentlicht. Weitere drei Millionen Seiten wurden jedoch als unwichtig für den Fall eingestuft und sind daher nicht zugänglich.

Epstein stand unter Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2008 erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals aber nur eine 18-monatige Haftstrafe.

Einen Monat, nachdem Epstein 2019 unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen worden war, wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Trump, ein früherer Nachbar Epsteins, wehrte sich im vergangenen Jahr monatelang gegen die Freigabe der Akten, bis der Kongress die Freigabe im Herbst erzwang. Ein Fehlverhalten konnte dem Präsidenten bisher nicht nachgewiesen werden. 

Trump veranlasste in dem Fall unter anderem Ermittlungen gegen den früheren Präsidenten Bill Clinton von der Demokratischen Partei. Clinton soll am Freitag von Kongressabgeordneten angehört werden. Seine Frau, die frühere Außenministerin Hillary Clinton, ist am Donnerstag per Videoschalte vorgeladen.

Weitere Meldungen

Gefecht vor der Küste: Kubas Küstenwache tötet vier Insassen eines US-registrierten Boots

Die kubanische Küstenwache hat bei einem Schusswechsel mit Insassen eines in den USA registrierten Schnellboots vier Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Insassen des

Mehr
Stromnetz-Anschlag: Behörden suchen "auch andere mögliche Täter"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Knapp zwei Monate nach dem folgenschweren Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz fehlt den Behörden weiterhin eine klare Spur. Das geht aus

Mehr
Russischer Gesandter reist am Donnerstag zu Treffen mit US-Vertretern nach Genf

Der Kreml-Gesandte für internationale Wirtschaftsfragen, Kirill Dmitriew, reist nach russischen Angaben am Donnerstag zu Gesprächen mit US-Unterhändlern nach Genf. Dmitriew

Mehr

Top Meldungen

Wärmepumpenverband kritisiert neues Heizungsgesetz als Rückschritt

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP), Martin Sabel, hat das neue Heizungsgesetz der Bundesregierung scharf kritisiert.

Mehr
Heizungsgesetz: Neubauer wirft Bundesregierung "Heizhorror" vor

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat die Eckpunkte zur Neufassung des Gebäudeenergiegesetzes als völlig unzureichend kritisiert. "Die

Mehr
Merz will Handelsbilanzdefizit zu China abbauen

Peking (dts Nachrichtenagentur) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) drängt auf einen Abbau des wachsenden Handelsbilanzdefizits zu China. "Wir wollen insgesamt die

Mehr