Brennpunkte

Epstein-Opfer bei Trumps Rede zur Lage der Nation

  • AFP - 25. Februar 2026, 01:53 Uhr
Bild vergrößern: Epstein-Opfer bei Trumps Rede zur Lage der Nation
Donald Trump hält Rede zur Lage der Nation
Bild: AFP

Mehrere mutmaßliche Opfer des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wohnen der diesjährigen Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump bei. Abgeordnete der Demokraten im Repräsentantenhaus luden die Frauen als Gäste ein.

Mehrere mutmaßliche Opfer des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wohnen der diesjährigen Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump bei. Abgeordnete der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus erklärten am Dienstag (Ortszeit) in Washington, sie hätten die Frauen als Gäste eingeladen.

"Heute wird die Welt sehen, wie Donald Trump diesen Überlebenden direkt auf der Tribüne des Repräsentantenhauses gegenübertreten muss", sagte die Demokratin Pramila Jayapal aus dem Bundesstaat Washington bei einer Pressekonferenz mit mehreren Epstein-Opfern.

"In anderen Ländern sind Botschafter und Prinzen festgenommen worden", sagte Jayapal in Anspielung auf Großbritannien, wo der frühere Prinz Andrew und der ehemalige Botschafter in den USA, Peter Mandelson, vorübergehend in Polizeigewahrsam waren. In den USA habe es dagegen nicht eine einzige Untersuchung gegeben.

Lisa Phillips, die nach eigener Aussage als junge Frau von Epstein missbraucht worden war, rief alle Länder dazu auf, "unabhängige Ermittlungen gegen jede einzelne mächtige Person" einzuleiten, die in den Epstein-Akten genannt wird. Die Schuldigen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, forderte Phillips. 

Trumps Name taucht tausende Male in den Akten auf, die das US-Justizministerium auf Druck des Kongresses zuletzt veröffentlicht hatte. Ein persönliches Fehlverhalten konnte ihm bisher jedoch nicht nachgewiesen werden.

Trump hält am Dienstagabend (ab 03.00 Uhr MEZ) die erste Rede zur Lage der Nation seiner zweiten Amtszeit. In seiner Ansprache im Kapitol dürfte er erneut seine Wirtschafts- und Migrationspolitik rühmen. Im Blick hat er dabei die Zwischenwahlen zum Kongress im November, die als wichtiger Stimmungstest gelten.

Der US-Präsident hatte zuletzt eine Reihe von Niederlagen einstecken müssen: Erst am vergangenen Freitag erklärte das Oberste Gericht der USA einen Großteil seiner Zölle für unrechtmäßig, die zentraler Pfeiler seiner Wirtschaftspolitik sind. Der Kongress erzwang zudem gegen Trumps Willen die Freigabe der Epstein-Akten.

Epstein stand unter Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2008 erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals aber nur eine 18-monatige Haftstrafe.

Einen Monat, nachdem Epstein 2019 unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen worden war, wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Weitere Meldungen

Mindestens 30 Tote und Dutzende Vermisste nach Überschwemmungen in Brasilien

Durch Überschwemmungen und Erdrutsche infolge heftiger Regenfälle sind im Südosten Brasiliens mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Rettungskräfte und Behörden

Mehr
179 politische Gefangene seit Verabschiedung von Amnestiegesetz in Venezuela freigelassen

Seit der Verabschiedung eines Amnestiegesetzes in Venezuela sind bislang 179 politische Gefangene in dem südamerikanischen Land aus der Haft entlassen worden. Zudem sei rund 3000

Mehr
Vier Jahre Krieg: Eiffelturm leuchtet in ukrainischen Nationalfarben

Zum vierten Jahrestag des Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist der Pariser Eiffelturm in den ukrainischen Nationalfarben erleuchtet worden. Am Dienstagabend

Mehr

Top Meldungen

Koalition einigt sich auf Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Union und SPD haben sich auf eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes geeinigt. Die von der Ampelkoalition eingeführte Vorgabe, dass neue

Mehr
Merz will China faire Partnerschaft anbieten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor seiner Abreise nach China hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigt, dem Land eine ausgewogene Partnerschaft anbieten zu wollen.

Mehr
Brantner ruft Merz zu Klartext in Peking auf

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner erwartet von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dass er auf seiner China-Reise

Mehr