Wegen einer tödlichen Verfolgungsjagd durch die bayerische Stadt Kaufbeuren im Allgäu ist ein 21-Jähriger zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Kempten sprach den Mann am Dienstag unter anderem des verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Einen Mordvorsatz erkannte die Kammer im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft nicht.
Der 21-Jährige war in der Nacht vom 23. August 2025 mit einem Auto in Kaufbeuren unterwegs, obwohl er keinen Führerschein besaß. Als eine Polizeistreife ihn wegen des Verdachts der Trunkenheit am Steuer kontrollieren wollte, beschleunigte er und raste mit hoher Geschwindigkeit davon.
Während der Verfolgungsjagd durch Kaufbeuren kam es zu mehreren Beinaheunfällen. In einem Gewerbegebiet geriet der Angeklagte schließlich in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn, wo er mit einem Fahrzeug zusammenstieß. Der 20-jährige Fahrer wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort starb. Der Angeklagte floh zunächst zu Fuß.
Die Staatsanwaltschaft plädierte am Ende des zweitägigen Prozesses auf eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Dem schloss sich die Nebenklage an. Die Verteidigung beantragte eine Freiheitsstrafe wegen fahrlässiger Tötung von drei Jahren.
Die Kammer erkannte dem Gerichtssprecher zufolge keinen Mordvorsatz. Hauptmotivation des Angeklagten sei die Flucht vor der Polizei gewesen. Er habe darauf vertraut, dass es nicht zu einem Unfall kommen werde, befand das Gericht.
Brennpunkte
Lange Haftstrafe für 21-Jährigen nach tödlicher Verfolgungsjagd in Bayern
- AFP - 24. Februar 2026, 16:03 Uhr
Wegen einer tödlichen Verfolgungsjagd durch die bayerische Stadt Kaufbeuren ist ein 21-Jähriger zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Kempten sprach ihn des verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge schuldig.
Weitere Meldungen
Weil er während der Coronapandemie bei Verkäufen von FFP2-Masken Steuern in Millionenhöhe hinterzog, ist ein Geschäftsmann aus Bayern zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren
MehrIm Fall einer getöteten 64-Jährigen und zweier verletzter Geschwister in Rheinland-Pfalz ist der Verdächtige in Untersuchungshaft. Ihm wird Totschlag vorgeworfen, wie die
MehrAm vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine haben Deutschland und die weiteren G7-Staaten ihre anhaltende Unterstützung für die Ukraine bekräftigt - unter
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat die Einigung der Koalitionsfraktionen zum Bundestariftreuegesetz scharf kritisiert. "Dieses Gesetz ist
MehrMünchen/Neckarsulm (dts Nachrichtenagentur) - Zwei deutsche Konzerne beteiligen sich am Wachstumsfonds "Scaleup Europe" der EU. Außer dem Versicherer und Vermögensverwalter
MehrMillionen Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen am Freitag und Samstag mit erheblichen Einschränkungen rechnen: Die Gewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten von 150
Mehr














