Ein vor über einem Jahr im Iran festgenommenes britisches Ehepaar ist nach Angaben seiner Familie wegen Spionagevorwürfen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Craig und Lindsay Foreman seien "nach einem nur drei Stunden dauernden Prozess, in dem sie sich nicht verteidigen durften, zu zehn Jahren Haft verurteilt" worden, erklärte am Donnerstag der Sohn des Paares, Joe Bennett. Das britische Außenministerium kritisierte das Urteil als "absolut empörend und völlig ungerechtfertigt".
"Wir werden diesen Fall gegenüber der iranischen Regierung unermüdlich verfolgen, bis Craig und Lindsay Foreman sicher nach Großbritannien zurückkehren und mit ihrer Familie wiedervereint sind", erklärte die britische Außenministerin Yvette Cooper.
Das Ehepaar wird derzeit im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran festgehalten, das von internationalen Menschenrechtsorganisationen seit Langem wegen der schlechten Haftbedingungen in beengten Zellen kritisiert wird.
Die beiden 52-Jährigen waren im Januar 2025 in der iranischen Provinz Kerman festgenommen worden. Laut ihrer Familie befanden sie sich auf einer Motorrad-Reise rund um die Welt und waren im Dezember 2024 über Armenien mit einem Touristenvisum in den Iran eingereist. Die Spionagevorwürfe Teherans wiesen sie zurück.Â
Nach Angaben auf ihrem Profil im Onlinedienst Facebook interviewte Lindsay Foreman auf ihrer Reise mehr als 360 Menschen für ein Forschungsprojekt zur Frage, was ein "gutes Leben" ausmache. Ihr letzter Facebook-Post stammt vom 3. Januar.
Die iranischen Behörden beschuldigten das Paar, sich als Touristen ausgegeben zu haben, um Informationen gesammelt zu sammeln. Sie hätten "mit verdeckten Einrichtungen" zusammengearbeitet, "die mit den Geheimdiensten feindlicher und westlicher Länder in Verbindung stehen".
Brennpunkte
Britisches Ehepaar im Iran wegen Spionage-Vorwürfen zu zehn Jahren Haft verurteilt
- AFP - 19. Februar 2026, 09:57 Uhr
Ein vor über einem Jahr im Iran festgenommenes britisches Ehepaar ist wegen Spionagevorwürfen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das britische Außenministerium kritisierte das Urteil als 'absolut empörend und völlig ungerechtfertigt'.
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