Wirtschaft

Studie: Hitze durch Klimawandel bedroht Kaffeeernten - und treibt die Preise

  • AFP - 18. Februar 2026, 06:02 Uhr
Bild vergrößern: Studie: Hitze durch Klimawandel bedroht Kaffeeernten - und treibt die Preise
Kaffeekirschen in Kolumbien
Bild: AFP

Der Klimawandel erhöht einer Studie zufolge die Zahl der Hitzetage in den wichtigsten Kaffeeanbaugebieten der Welt. Dies führe zu geringeren Ernten und höheren Preisen für Verbraucherinnen und Verbraucher, teilte die Organisation Climate Central mit.

Der Klimawandel erhöht einer Studie zufolge die Zahl der Hitzetage in den wichtigsten Kaffeeanbaugebieten der Welt. Dies führe zu geringeren Ernten und höheren Preisen für Verbraucherinnen und Verbraucher, teilte die US-Organisation Climate Central am Mittwoch mit. Die fünf größten Kaffeeanbauländer - Brasilien, Vietnam, Kolumbien, Äthiopien und Indonesien - verzeichneten demnach im Schnitt 57 zusätzliche Tage mit hohen Temperaturen, die für den Kaffeeanbau schädlich sind.

In Brasilien, dem weltweit größten Kaffeeanbauland wurden demnach gar 70 zusätzliche heiße Tage pro Jahr verzeichnet. In allen 25 untersuchten Anbauländern, die 97 Prozent der weltweiten Produktion ausmachen, waren es im Schnitt 47 zusätzliche jährliche Hitzetage.

Für die Untersuchung wertete Climate Central die Temperaturen für die Jahre 2021 bis 2025 aus und verglich diese mithilfe des Climate Shift Index mit den hypothetischen Werten ohne menschengemachte CO2-Emissionen. Als für den Kaffeeanbau schädliche Temperaturschwelle wurde dabei ein Wert von 30 Grad Celsius definiert - ab diesem Wert leiden Kaffeepflanzen laut Climate Central unter Hitzestress, der sowohl den Ertrag verringern und die Bohnenqualität beeinträchtigen als auch und die Anfälligkeit der Pflanzen für Krankheiten erhöhen kann.

Zugleich wies die Organisation darauf hin, dass geringere Ernten und höhere Preise insbesondere Kleinbauern treffen. Diese stünden zwar für einen großen Teil des weltweiten Angebots, hätten im Jahr 2021 aber nur 0,36 Prozent der benötigten Finanzmittel zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erhalten. Diese Maßnahmen umfassen beispielsweise, die Kaffeepflanzen im Schatten größerer Bäume wachsen zu lassen und so besser vor Hitze zu schützen.

Weitere Meldungen

Erstes Plus seit 2021: Baugenehmigungen kräftig gestiegen

Beim Wohnungsbau geht es wieder aufwärts: Im vergangenen Jahr wurde der Bau von 238.500 Wohnungen genehmigt, das waren fast elf Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische

Mehr
Merz stellt Zusammenarbeit mit Frankreich bei Luftkampfsystem FCAS in Frage

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das geplante deutsch-französische Luftkampfsystem FCAS in Frage gestellt. Es gebe "ein echtes Problem im Anforderungsprofil", sagte Merz

Mehr
Glyphosat-Klagen: Monsanto schließt Milliarden-Vergleich

Die Bayer-Tochter Monsanto hat in den USA einen milliardenschweren Vergleich zur Beilegung der Klagen um das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat geschlossen. Im Rahmen des

Mehr

Top Meldungen

Fachkräftesituation entspannt sich etwas

München (dts Nachrichtenagentur) - Das Problem, Fachkräfte zu finden, hat sich für Unternehmen in Deutschland zuletzt etwas entspannt. Das geht aus der jüngsten

Mehr
BDA-Präsident fordert von Merz zügig umfassendes Reformpaket

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Arbeitgeber verlieren die Geduld mit der schwarz-roten Bundesregierung und fordern Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf, zügig ein

Mehr
Bundeskanzler Merz lehnt SPD-Vorschläge für Steuererhöhungen ab

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Plänen des Koalitionspartners SPD zur Erhöhung der Steuern für Spitzenverdiener und Erben eine Absage erteilt. Mit der sogenannten

Mehr