Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) bereitet ein Restitutionsgesetz vor. Dieses solle eine gesetzliche Grundlage für die Rückgabe von Raubgut insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie der deutschen Kolonialzeit schaffen, sagte Weimer im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. Die Neuregelung solle in der laufenden Legislaturperiode verabschiedet werden, also spätestens bis Anfang 2029.
Was unrechtmäßig in Deutschland sei, müsse "ohne Umstände" sofort zurückgegeben werden, sagte Weimer. "Das ist eine Frage der Moral", fügte er hinzu. Das Vorhaben sei aber komplex, da es viele verfassungsrechtliche und finanzielle Ebenen habe.
Besonders wichtig seien ihm die so genannten "Human Remains", also die menschlichen Überreste, die in der Kolonialzeit nach Deutschland gekommen sind, sagte Weimer weiter. Hier müsse nicht nur katalogisiert werden. Hier müssten auch "Rückgabeangebote gemacht werden". Weimer fügte hinzu, Deutschland brauche einen Ort der Erinnerung an die Kolonialverbrechen, den es bisher noch nicht gebe. Der Staatsminister kündigte ein Konzept der Bundesregierung zur Erinnerung an den deutschen Kolonialismus an.
Für NS-Raubgut war im vergangenen Jahr eine neue Schiedsgerichtsstelle eingerichtet worden. Diese soll in strittigen Fällen über die Rückgabe von Kulturgütern entscheiden, die Menschen infolge der Verfolgung durch die NS-Herrschaft entzogen wurden. Dabei geht es in erster Linie um Kulturgut in öffentlichem Besitz. Das neue Restitutionsgesetz soll eine Grundlage auch für die Rückgabe von Kulturgut schaffen, das sich in Privatbesitz befindet. Dies hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart.
Politik
Kulturstaatsminister Weimer bereitet Gesetz zur Rückgabe von Raubgut vor
- AFP - 14. Februar 2026, 10:31 Uhr
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bereitet ein Restitutionsgesetz vor. Dieses solle eine gesetzliche Grundlage für die Rückgabe von Raubgut insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie der deutschen Kolonialzeit schaffen.
Weitere Meldungen
Der Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, hat in mehreren Bereichen scharfe Kritik an der Bundesregierung und ihren nachgeordneten Behörden geübt. In der "Welt am
MehrDer in den USA lebende Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, hat US-Präsident Donald Trump aufgerufen, dem iranischen Volk zu "helfen". "Es ist Zeit, die Islamische
MehrAngesichts wachsender Sicherheitsbedenken wird Großbritannien noch in diesem Jahr einen Flugzeugträgerverband in den Nordatlantik entsenden. "Ich kann heute bekanntgeben, dass
MehrTop Meldungen
Potsdam (dts Nachrichtenagentur) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat sich mit den Arbeitgebern auf einen Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der
MehrAmsterdam (dts Nachrichtenagentur) - Der Börsenverbund Euronext zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse. Es gebe viel, was die Deutsche Börse und
MehrDie Grünen sehen in den Gesetzesplänen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine Bedrohung für die Energiewende in Deutschland. "Ministerin Reiche möchte die
Mehr














