Wirtschaft

Verbraucherstimmung hellt sich zu Jahresbeginn auf

  • AFP - 28. Januar 2026, 08:06 Uhr
Bild vergrößern: Verbraucherstimmung hellt sich zu Jahresbeginn auf
Einkaufsmeile in Dortmund
Bild: AFP

Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn aufgehellt. Sowohl die Konjunktur- und die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung stiegen im Januar.

Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn aufgehellt. Sowohl die Konjunktur- und die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung stiegen im Januar, wie das Marktforschungsunternehmen GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Mittwoch mitteilten. Der Konsumklima-Index für Februar legte daher um 2,8 Punkte zu - auf minus 24,1 Punkte. Das Niveau bleibe damit niedrig, erklärte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. 

Die Verbraucher schätzen die Konjunkturaussichten für die kommenden zwölf Monate positiver ein als noch im Dezember, wie GfK und NIM mitteilten. Wirtschaftsexperten rechnen aktuell mit etwa einem Prozent Wirtschaftswachstum 2026.

Verbessert hat sich auch die Einkommenserwartung der Verbraucher. "Die Erhöhung des Mindestlohnes zum 1. Januar 2026 sowie gesunkene Inflationsängste der Verbraucher beleben offenbar die Aussichten auf bessere Einkommen", erläuterte Bürkl.

Die Anschaffungsneigung stieg ebenfalls. Der entsprechende Index kletterte auf den besten Wert seit März 2022. Gefragt wird hier, ob die Verbraucher es derzeit für ratsam halten, größere Anschaffungen zu tätigen. Sie müssen zudem auch das nötige Geld für eine solche größere Anschaffung besitzen und auch eine Notwendigkeit für diese Anschaffung sehen, erläuterten GfK und NIM. Es handle sich ausschließlich um langlebige Gebrauchsgüter, die auch ein größeres Budget erfordern.

Konsumexperte Bürkl sprach von einem "positiven Trend". Es bleibe jedoch abzuwarten, ob dieser sich "in den kommenden Monaten festigen kann", schränkte er ein. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie eine Eskalation der Handelskonflikte könnten die Stimmung schnell wieder zum Kippen bringen. "Somit steht die aktuelle Aufhellung durchaus auf tönernen Füßen."

Das Konsumklima gilt als wichtiger Indikator für das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher, welches wiederum eine wichtige Säule der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland ist. GfK und NIM führen dafür monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 2. bis 13. Januar rund 2000 Menschen befragt. Das Konsumklima bezieht sich dabei auf die gesamten privaten Konsumausgaben, also neben dem Einzelhandel auch Dienstleistungen, Reisen, Miete und Gesundheitsdienstleistungen. 

Weitere Meldungen

Dollar sackt weiter ab - Euro-Kurs übersteigt symbolische Schwelle von 1,20 Dollar

Der Wert des Dollar ist weiter abgesackt. Der Euro überstieg im Gegenzug am Dienstagabend die symbolische Schwelle von 1,20 Dollar. Hintergrund sind Aussagen von US-Präsident

Mehr
US-Notenbank Fed: Stabiler Leitzins erwartet

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) entscheidet am Mittwoch über eine mögliche Leitzinssenkung (Bekanntgabe 20.00 Uhr MEZ). Ökonomen rechnen damit, dass die Notenbank den

Mehr
Mineralwasserverbrauch steigt auf fast 129 Liter pro Kopf und Jahr

Die Bundesbürger trinken mehr Mineralwasser: Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 128,8 Liter, teilte der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) am

Mehr

Top Meldungen

Immer mehr Frauen entscheiden sich für ein MINT-Studium

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Frauen entscheiden sich nach wie vor seltener für ein Studium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik als Männer.

Mehr
Verbraucherstimmung erholt sich etwas

Nürnberg (dts Nachrichtenagentur) - Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hellt sich zu Jahresbeginn etwas auf. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die

Mehr
Ifo-Institut: Stellenabbau verlangsamt sich

München (dts Nachrichtenagentur) - Die Unternehmen in Deutschland planen seltener, Stellen abzubauen. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im Januar auf 93,4 Punkte, nach 91,9

Mehr