Gesundheit

Sporteln ohne Verletzungen

  • Lars Wallerang/mp - 28. September 2020, 11:46 Uhr
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mp Groß-Gerau - In Maßen ist Sport gesund, doch bei Überlastung drohen körperliche Beschwerden wie der berüchtigte Tennis-Arm. ollivves / pixabay.com

Bewegung ist gesund, wie viele wissen. Gleichzeitig kennt man den Faulenzer-Slogan 'Sport ist Mord'. Ärzte klären nun darüber auf, welche schweren Verletzungen beim Sport gar nicht mal so selten vorkommen.


Bewegung ist gesund, wie viele wissen. Gleichzeitig kennt man den Faulenzer-Slogan "Sport ist Mord". Ärzte klären nun darüber auf, welche schweren Verletzungen beim Sport gar nicht mal so selten vorkommen. Die drei Klassiker sind: Zerrung, Tennisarm und Kreuzbandriss.

Zu einer Muskelzerrung kommt es durch eine Überdehnung des Muskels. Als Ursache gilt oft eine plötzliche Überbelastung, insbesondere bei ungewohnten Bewegungen. Besonders häufig betrifft diese die Rücken-, Oberschenkel- und Wadenmuskulatur. Um einer Verletzung vorzubeugen, sollten die Muskeln vor Sportbeginn aufgewärmt und leicht gedehnt werden. "Bei Verdacht auf eine Zerrung sollten Betroffene jegliche sportliche Aktivität abbrechen und möglichst schnell handeln", rät Andreas Stommel, leitender Physiotherapeut des Bonner Zentrums für Ambulante Rehabilitation. Als optimale Erste-Hilfe-Maßnahme gelte das PECH-Schema: Pause, Eis, Compression und Hochlagern.

Bei einem Tennisarm, auch Epicondylitis genannt, handelt es sich um einen schmerzhaften Reizzustand der Sehnenansätze von Muskeln des Unterarms. Diese Reizung entsteht häufig durch eine Überforderung sowie Fehlhaltungen oder falsche Techniken bei Rückschlagsportarten. "Dadurch belasten Sportler insbesondere die Sehnen, die an der Streckung des Handgelenks beteiligt sind, weshalb Bewegungen wie Beugen, Strecken, Drehen, Greifen und Heben zu Schmerzen führen", sagt Andreas Stommel. Zunächst helfe es, die schmerzlichen Tätigkeiten möglichst zu vermeiden - oder die Belastungen so zu verringern, dass die Beschwerden nachlassen.

Kreuzbandriss: Im Kniegelenk befinden sich ein vorderes und ein hinteres Kreuzband, die das Schienbein mit dem Oberschenkelknochen verbinden und für Stabilität sorgen. Vor allem beim Fußball oder Tennis führen häufige Start-Stopp-Bewegungen und plötzliche Richtungswechsel allerdings häufig zum vorderen Kreuzbandriss. Dabei wird das Knie zu weit gebeugt und im Stand verdreht.

Betroffene nehmen meist ein knackendes Geräusch und anschließend stechende Schmerzen wahr. "Um der Verletzung vorzubeugen, sollten Sportler die Bänder mit regelmäßigen Übungen stabilisieren. Dazu gehört beispielsweise Krafttraining für die Beine, Zick-Zack-Laufen und die Arbeit mit einem sogenannten Balance-Board, umgangssprachlich auch Wackelbrett genannt", erklärt Andreas Stommel. Im Falle eines Kreuzbandrisses raten Experten Betroffenen zu Gehhilfen und Krankengymnastik.

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