Finanzen

Steuereinnahmen legen weiter zu

  • dts - 21. August 2025
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Bundesfinanzministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Steuereinnahmen in Deutschland legen weiter zu, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vormonat. Wie das Bundesfinanzministerium in seinem am Donnerstagmorgen veröffentlichten Monatsbericht für August mitteilte, kletterten die Einnahmen im siebten Monat des Jahres um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die Gemeinschaftsteuern, die den größten Teil des Steueraufkommens ausmachen, verzeichneten einen Einnahmeanstieg von 2,7 Prozent. Neben der Lohnsteuer, deren Aufkommen einen erheblichen Zuwachs aufwies, trug insbesondere die veranlagte Einkommensteuer zu dieser Entwicklung bei.

Bei den Umsatzsteuern ergab sich hingegen - nach erheblichen Aufkommenszuwächsen im Mai und Juni - ein Rückgang der Einnahmen von 2,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Gleichfalls im Minus lagen die Einnahmen aus den nicht veranlagten Steuern vom Ertrag. Bei der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge setzte sich im Juli 2025 der Trend zu einer "Normalisierung" der Aufkommensentwicklung fort.

Bei den Bundessteuern ergab sich im Berichtsmonat ein Anstieg um 1,0 Prozent. Ein größeres Einnahmeplus war lediglich bei der Versicherungsteuer zu verzeichnen (+9,0 Prozent). Die Tabaksteuereinnahmen lagen mit 1,6 Prozent im Plus. Alle anderen aufkommensstarken Steuerarten verzeichneten Einnahmerückgänge.

Bei den Ländersteuern ergab sich ein deutlicher Anstieg des Aufkommens gegenüber Juli 2024 um 15,0 Prozent. Dieser basierte auf Zuwächsen bei den beiden aufkommensstarken Ländersteuern, Grunderwerbsteuer und Erbschaftsteuer. Das Aufkommen der Grunderwerbsteuer stabilisierte sich im Jahr 2025 mit einem monatlichen Aufkommensniveau von durchschnittlich nahezu 1,3 Milliarden Euro und verzeichnete im Berichtsmonat einen Zuwachs um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Aufkommen aus der Erbschaftsteuer lag um 29,1 Prozent höher als im Juli 2024. Bei dieser Steuerart sind regelmäßig hohe monatliche Aufkommensschwankungen zu beobachten.

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