Wirtschaft

Massiver Stellenabbau bei Zulieferer Mahle

  • Ralf Loweg - 17. September 2020, 08:58 Uhr
Bild vergrößern: Massiver Stellenabbau bei Zulieferer Mahle
mid Groß-Gerau - Auch Automobilzuliefer Mahle muss in der Corona-Krise Stellen abbauen. Mahle

Die Automobilzulieferer bekommen die Auswirkungen der Corona-Krise immer deutlicher zu spüren. Nach Schaeffler, Continental und ZF hat es nun auch Mahle massiv getroffen.


Die Automobilzulieferer bekommen die Auswirkungen der Corona-Krise immer deutlicher zu spüren. Nach Schaeffler, Continental und ZF hat es nun auch Mahle massiv getroffen.

Der Zulieferer mit Sitz in Stuttgart will weltweit 7.600 Stellen abbauen, davon rund 2.000 in Deutschland. "Wir haben es aktuell mit einer Krise zu tun, die wir noch nicht erlebt haben", sagte Mahle-Chef Jörg Stratmann laut Mitteilung.

Erst Mitte 2019 hatte Mahle angekündigt, in der Verwaltung am Stammsitz in Stuttgart rund 380 von 4.300 Stellen zu streichen. Dazu soll das Werk in Öhringen mit 240 Mitarbeitern geschlossen werden. Welche Sparten und Standorte von den jetzt angekündigten Streichungen besonders betroffen sein werden, ist nicht bekannt.

Der Jobabbau soll nun im Detail mit dem Betriebsrat besprochen werden. "Wir werden kurzfristig Gespräche mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern aufnehmen, um gemeinsam die Maßnahmen im Detail zu beraten und deren sozialverträgliche Umsetzung zu planen", zitiert die Fachzeitung "Automobilwoche" Personalchefin Anke Felder. Für die deutschen Standorte gilt eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2020. Was allerdings danach kommt, steht in den Sternen.

Weitere Meldungen

Schließung der Continental-Standorte Aachen und Karben beschlossen

Der Aufsichtsrat von Continental hat die weitreichenden Umbaumaßnahmen bei dem Autozulieferer abgesegnet - und damit auch der Schließung der Werke des Konzerns in Aachen und

Mehr
Coronakrise macht ProSiebenSat.1 weiter zu schaffen

Unterföhring - Die Folgen der Corona-Pandemie machen dem Medienkonzern ProSiebenSat.1 weiterhin zu schaffen. Allerdings sei die Lage bei der TV-Reklame nicht mehr so dramatisch

Mehr
Pofalla verteidigt Rolle der Bahn in Coronakrise

Berlin - Ronald Pofalla, Bahn-Vorstand für Infrastruktur, will in der Coronakrise nicht sparen. "Wir ziehen das Investitionsprogramm zu 100 Prozent durch. Unsere 12,2 Milliarden

Mehr

Top Meldungen

IW-Studie: Soli-Abbau führt zu 86 Milliarden Euro Wirtschaftsplus

Berlin - Die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags würde laut einer Studie bis 2030 zu einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 86 Milliarden Euro führen

Mehr
Arbeitsagentur-Chef sieht Ende der Krise

Nürnberg - Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, sieht den Arbeitsmarkt nach der Präsentation der neuen Arbeitslosenzahlen wieder auf dem Weg aus

Mehr
Flugsicherung erwartet keine schnelle Erholung des Luftverkehrs

Langen - Die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechnet nicht mit einer schnellen Erholung des Luftverkehrs in Deutschland. In ihrer aktuellen Prognose, die am Mittwoch veröffentlicht

Mehr