Technologie

Bitkom: Mehrheit der IT-Branche will gezielt Frauen anwerben

  • AFP - 23. Mai 2024, 14:11 Uhr
Bild vergrößern: Bitkom: Mehrheit der IT-Branche will gezielt Frauen anwerben
Frauen sind in der IT-Branche unterrepräsentiert
Bild: AFP

Die Mehrheit der Unternehmen im IT-Bereich bemüht sich einer Umfrage zufolge aktiv darum, mehr Frauen zu gewinnen. Wie der Digitalverband Bitkom in Berlin mitteilte, sprechen 57 Prozent der Firmen bei der Personalbeschaffung gezielt Frauen an.

Die Mehrheit der Unternehmen im IT-Bereich bemüht sich einer Umfrage zufolge aktiv darum, mehr Frauen zu gewinnen. Wie der Digitalverband Bitkom in Berlin am Donnerstag mitteilte, sprechen 57 Prozent der Firmen bei der Personalbeschaffung gezielt Frauen an. Konkrete Ziele verfolgt dabei aber bisher nur eine Minderheit. 

Die klare Mehrheit von 90 Prozent der befragten Unternehmen sieht eine Erhöhung des Frauenanteils in der IT-Branche als Chance. Aktuell ist dieser Bereich noch stark von Männern dominiert. "Digitalisierung und Technik haben kein Geschlecht. Mädchen sollten von klein auf an die Digitalisierung herangeführt und dafür begeistert werden", erklärte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.

Kooperationen mit Hochschulen oder Schulen pflegen der Umfrage nach bereits 30 Prozent der Unternehmen. Es sei wichtig, in Schulen das Interesse an Digitalberufen zu wecken und gesellschaftlich gewachsene Stereotype abzubauen, erklärte Bitkom. 

Bereits heute haben zudem 67 Prozent der befragten Unternehmen spezielle Maßnahmen eingeführt, um die Karrieren von Mitarbeiterinnen gezielt zu fördern. Darunter Mobiles Arbeiten und flexible Arbeitszeitmodelle. Ein Viertel (26 Prozent) der Unternehmen setzt darauf, mit Müttern Kontakt zu halten, während diese in Elternzeit sind. 

Einige Unternehmen stehen solchen Maßnahmen jedoch skeptisch gegenüber. 23 Prozent sagen, Maßnahmen zur Frauenförderung bewirkten sowieso keine Veränderung, ebenso viele meinen, Frauenförderung sei häufig nur vorgeschoben. "Wer Frauenförderung nur halbherzig oder als Imagepflege betreibt, begeht nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich einen Fehler", mahnte Wintergerst. 

Das Bekenntnis, tatsächlich etwas ändern zu wollen, äußere sich in konkreten Zielsetzungen zur Förderung von Frauen. Eigene Ziele haben sich jedoch nur 29 Prozent der Unternehmen bereits gesteckt. 

Bitkom befragte deutschlandweit Firmen aus der IT-Branche mit mindestens zehn Beschäftigten. Dazu gehörten Unternehmen der Telekommunikation, Anbieter von Software und IT-Services sowie Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, Geräten der Telekommunikationstechnik und Unterhaltungselektronik.

Weitere Meldungen

Apple kündigt neue KI-Funktionen für sein iPhone und Kooperation mit OpenAI an

Der US-Technologieriese Apple will die Künstliche Intelligenz (KI) zu einem wesentlichen Bestandteil seines iPhones und anderer Geräte machen und wird dabei auch mit dem

Mehr
Apple setzt auf KI für sein iPhone und kooperiert mit OpenAI

Apple will die Künstliche Intelligenz (KI) zu einem wesentlichen Bestandteil seines iPhones und anderer Geräte machen und wird dabei auch mit dem KI-Pionier OpenAI

Mehr
Staatshilfen: EU leitet Untersuchung gegen Netzanbieter aus Abu Dhabi ein

Wegen mutmaßlich illegaler staatlicher Hilfen für die Übernahme eines europäischen Unternehmens hat die EU-Kommission Untersuchungen gegen den Netzanbieter Etisalat mit Sitz in

Mehr

Top Meldungen

Fehlerhafte Werte zu Nord Stream 2: Bundesnetzagentur verhängt Bußgeld

Die Bundesnetzagentur hat im Zusammenhang mit der umstrittenen deutsch-russischen Gasleitung Nord Stream 2 ein Bußgeld von 75.000 Euro gegen den Pipeline-Betreiber Gascade

Mehr
Gut 1000 Hafen-Beschäftigte streiken in Hamburg - Tarifpartner verhandeln

In Hamburg haben Beschäftigte verschiedener Seehäfen in Deutschland für höhere Löhne demonstriert und ihre Arbeit niedergelegt. Zur zentralen Kundgebung in der Hansestadt am

Mehr
Tui setzt Hoffnungen auf Tourismus in Afrika

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Reisekonzern Tui setzt für den Ausbau seines Hotelportfolios auf Ziele in Afrika. "Im Tourismus sind für mehrere Regionen Afrikas die Chancen

Mehr