Brennpunkte

Mindestens sieben Tote bei Überschwemmungen auf griechischer Insel Euböa

  • AFP - 9. August 2020, 21:49 Uhr
Bild vergrößern: Mindestens sieben Tote bei Überschwemmungen auf griechischer Insel Euböa
Das Dorf Politika auf der Insel Euböa
Bild: AFP

Bei Überschwemmungen auf der griechischen Insel Euböa sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter ein acht Monate altes Baby. Ein weiterer Mensch wurde am Abend noch vermisst.

Bei Überschwemmungen auf der griechischen Insel Euböa sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter ein acht Monate altes Baby. Ein weiterer Mensch wurde Feuerwehrangaben am Sonntagabend noch vermisst. Etwa 100 Feuerwehrleute, zwei Hubschrauber und die Küstenwache waren im Einsatz, um Bewohner von überfluteten Häusern zu retten.

Nach Starkregen im Gefolge von Sturm "Thalia" standen auf der Insel hunderte Häuser und Straßen unter Wasser. In einem Haus im besonders schwer betroffenen Dorf Politika fanden Rettungskräfte nach Angaben der Feuerwehr das tote Baby. Seine Eltern überlebten. Eine am Morgen als vermisst gemeldete Frau wurde am Nachmittag schließlich von einer Hubschrauberbesatzung nahe dem Dorf Bouzi lebend gefunden. Laut der griechischen Nachrichtenagentur Ana war sie von den Wassermassen mitgerissen worden, als sie aus ihrem Haus auf die überschwemmte Straße trat.

In vielen Häusern stand Medienberichten zufolge das Erdgeschoss unter Wasser, viele Bewohner mussten in höher gelegene Stockwerke ausweichen. Auf einem Campingplatz saßen auch zahlreiche Urlauber fest, wie die griechische Nachrichtenagentur Ana berichtete.

Im Westen der Insel, die rund hundert Kilometer von der Hauptstadt Athen entfernt ist, traten Bäche über die Ufer und überfluteten mehrere Straßen. Teilweise kamen noch nicht einmal die Fahrzeuge der Feuerwehr durch. Der Präfekt Fanis Spanos bezeichnete die Zustände als "albtraumhaft".

Regierungschef Kyriakos Mitsotakis tat auf Twitter seinen "Schmerz über die verlorenen Menschenleben" kund. Er kündigte für Montag seinen Besuch auf der zweitgrößten Insel des Landes nach Kreta an.

"Thalia" war am Samstag mit heftigen Regenschauern über mehrere Regionen in Griechenland hinweggezogen. Überschwemmungen in Folge von Stürmen kommen wegen mangelnder Baukontrollen in Griechenland häufig vor. Im November 2017 starben 24 Menschen bei Überschwemmungen in Mandra, einem Dorf in einem Industriegebiet unweit von Athen. Tausende Häuser, Geschäfte und Fabriken wurden von den Schlammfluten zerstört oder beschädigt.

Weitere Meldungen

USA verhängten Sanktionen wegen Hinrichtung von iranischem Ringer

Wegen der Hinrichtung des iranischen Ringers Navid Afkari hat die US-Regierung Sanktionen gegen den Richter verhängt, der das Todesurteil gefällt hatte. Außenminister Mike Pompeo

Mehr
Karliczek beklagt wachsende Gewalt gegen Lehrer

Berlin - Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat sich besorgt über wachsende Gewalt gegen Lehrkräfte gezeigt. Schülern müsse deutlich gemacht werden, dass Angriffe jeder Art

Mehr
Zahl der Abschiebungen nach Griechenland geht zurück

Berlin - Die Zahl der aus Deutschland nach Griechenland abgeschobenen Flüchtlinge geht zurück. Von Januar bis August 2020 wurden 85 Migranten nach Griechenland zurückgeführt - im

Mehr

Top Meldungen

Siemens Energy zieht mit Konzern-Zentrale nach Berlin

München - Der Energietechnikkonzern und Börsenneuling Siemens Energy wird den formalen Firmensitz und die Zentrale in Berlin ansiedeln. Das hat der Vorstand nach monatelangen

Mehr
App-Entwickler verbünden sich gegen Apple und Google

Mehrere große App-Entwickler haben sich im Streit mit den US-Onlineriesen Apple und Google zu einer Allianz zusammengeschlossen. Das Bündnis kündigte am Donnerstag in Washington

Mehr
Gerry-Weber-Gründer gestorben

Halle (Westf.) - Der Gründer des Modeunternehmens Gerry Weber, Gerhard Weber, ist tot. Er sei im Alter von 79 Jahren in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verstorben,

Mehr