Politik

Indiens Premierminister Modi besucht Soldaten in Grenzregion zu China

  • AFP - 3. Juli 2020, 16:55 Uhr
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Premierminister Narendra Modi bei seinem Besuch im Grenzgebiet
Bild: AFP

Rund zwei Wochen nach tödlichen Zusammenstößen im Grenzgebiet zu China hat Indiens Premierminister Narendra Modi den indischen Grenzsoldaten einen Überraschungsbesuch abgestattet. Gemeinsam mit dem Armeechef besuchte er auch Soldaten im Militärkrankenhaus, die bei dem eskalierten Grenzkonflikt verletzt worden waren.

Rund zwei Wochen nach tödlichen Zusammenstößen im Grenzgebiet zu China hat Indiens Premierminister Narendra Modi den indischen Grenzsoldaten einen Überraschungsbesuch abgestattet. "Unter diesen schwierigen Bedingungen seid ihr der Schild des Vaterlandes", sagte Modi bei dem Termin am Freitag. Die "Feinde Indiens" hätten das "Feuer und die Wut" der indischen Streitkräfte erlebt, fügte er hinzu. Gemeinsam mit dem Armeechef besuchte Modi auch Soldaten im Militärkrankenhaus, die bei dem eskalierten Grenzkonflikt verletzt worden waren.

Die "Ära des Expansionismus" sei zu Ende, sagte Modi, ohne China ausdrücklich zu erwähnen. Während der Expansionismus die Menschheit ihrer Zerstörung näher gebracht habe, habe Indien immer den "Weg des Friedens" verfolgt. "Zugleich können die Schwachen nie Schritte hin zum Frieden unternehmen", sagte Modi weiter. "Mut und Tapferkeit sind eine Voraussetzung für den Frieden."

Bei den tödlichen Auseinandersetzungen zwischen chinesischen und indischen Streitkräften in der Grenzregion Ladakh waren im Juni erstmals seit Jahrzehnten Soldaten in getötet worden. Nach Angaben der indischen Armee wurden bei dem Zwischenfall im strategisch wichtigen Galwan-Tal 20 Soldaten getötet. Angehörige der Streitkräfte beider Seiten hatten sich demnach handgreifliche Auseinandersetzungen geliefert, Schüsse seien aber nicht gefallen gefallen. Auch die chinesische Führung hatte Tote auf ihrer Seite eingeräumt, jedoch keine Zahlen genannt. 

An der 3500 Kilometer langen Grenze zwischen Indien und China, deren genauer Verlauf in mehreren Gebieten umstritten ist, hatten die Spannungen zuletzt stark zugenommen. Peking beansprucht etwa 90.000 Quadratkilometer eines Gebiets für sich, das sich unter der Kontrolle Neu Delhis befindet. Im Jahr 1962 führten die beiden Atommächte einen kurzen Krieg um die Grenze im Himalaya.

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