Motor

Treffen sich zwei Samba-Busse von 1954 mitten in England

  • ampnet - 22. September 2019, 16:25 Uhr
Bildergalerie: Treffen sich zwei Samba-Busse von 1954 mitten in England
Busfest 2019: Andy Morgan (links) und Rikki James. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

.

Glaubt man den Wetteraufzeichnungen, war der 6. September des Jahres 1954 in Wolfsburg ein typischer Spätsommertag. Menschen gingen ihrer Arbeit nach, viele von ihnen im Volkswagen Werk. Dort bauten sie Käfer - und den Bulli. An diesem Tag entstanden auch wenige T1a als ,,Kleinbus Sonderausführung" mit acht Dachfenstern und einem Sonnendach - später ,,Samba-Bus" genannt. Zwei ,,Samba" dieses Tages wurden nach Dänemark verkauft. Dann verloren sich ihre Wege. Dass sie sich nun wiedertrafen, ist eine kleine Sensation.

Auf den Tag genau 65 Jahre nach dem Produktionsdatum der beiden ,,Samba-Busse" fand in Malvern - geografisch ungefähr auf 6 Uhr von der gefühlten Mitte Englands aus gelegen - das weltweit größte Treffen der Bulli-Fans statt: das ,,Busfest". Mit dabei: die Freunde und ,,Samba-Bus Fahrer" Rikki James und Andy Morgan. Mehr zufällig hatten sie einige Zeit zuvor bei einem Bulli-Treffen entdeckt, dass die Wagen beide am selben Tag produziert worden waren. Zwillinge sozusagen. Dass sich solche Zwillinge nach einer derart langen Zeit wieder begegnen, ist extrem selten. Weil es nicht viele Autos gibt, die so alt werden; weil solche Fahrzeuge im Laufe der Jahrzehnte in alle Herren Länder verstreut werden.

So wurden beiden ,,Samba-Busse" die diesjährigen Highlights in Malvern. Die Geschichte beider Busse ist verrückt, denn beinahe hätte sie es heute nicht mehr gegeben. Rikki James importierte seinen Bulli 1996 aus Schweden. Drei Jahre zuvor hatte ihn jemand in einem Wald geparkt und dem Lauf der Dinge überlassen. Nach seiner Rettung wurde der ,,Samba-Bus" aufwendig restauriert. ,,Seitdem", so Rikki, ,,bin ich mit ihm fast 100 000 Meilen durch Europa gereist." Andy Morgan fand seinen ,,Samba-Bus" vor vier Jahren in Frankreich. ,,Als ich meinen Samba kaufte, ging es ihm wirklich schlecht", so Andy. Doch dann setzte er alles dran, um den Wagen für dieses einzigartige Treffen der Zwillinge wieder auf Vordermann zu bringen.

Obwohl die zwei Busse am selben Tag produziert wurden, liegen ihre Fahrgestellnummern 221 Zähler auseinander. Aber so war das damals, in einer Zeit mit analoger statt digitaler Logistik. Fakt ist: Heute sind ,,Samba-Busse" die Stecknadeln im exklusiven Heuhaufen der unvergleichlichen T1. Ikonen der Automobil-Geschichte. (ampnet/Sm)

Weitere Meldungen

E-Antrieb für Transporter von Peugeot, Citroen und Opel

PSA startet 2020 mit der Elektrifizierung seiner Transporter-Baureihen. Den Start machen die E-Varianten von Peugeot Expert, Citroen Jumpy und Opel/Vauxhall Vivaro, die es mit

Mehr
Zu wenige Rastplätze für Lkw

Entlang der deutschen Autobahnen fehlen derzeit zwischen 35.000 und 40.000 Parkplätze für Lkw. Zwar hat die Politik nach Angaben des Branchenverbands BGL inzwischen mit

Mehr
Toyota und Mercedes sind wertvollste Marken

Toyota bleibt die wertvollste Automarke der Welt. Im jährlich veröffentlichten ,,Best Global Brands"-Report der Markenagentur Interbrands belegt das japanische Unternehmen mit

Mehr

Top Meldungen

Konzerne nutzen weiter Steueroasen

Essen - Multinationale Unternehmen richten ihre Firmenbeteiligungen stark danach aus, wie sie am besten Steuern sparen können. Das ergab eine aktuelle Studie des Essener

Mehr
Belgische Atomaufsicht gerät unter Druck

Brüssel/Berlin - Die belgische Atomaufsichtsbehörde (Fanc) gerät wegen ihrer schleppenden Informationspolitik bei den Pannenkraftwerken Doel und Tihange immer stärker unter

Mehr
Deutsche Wirtschaft zahlt mit für Condor-Rettung

Berlin - Die Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook geht indirekt zulasten von Firmen, die mit der Touristikbranche überhaupt nichts zu tun haben. Grund dafür sei

Mehr